Nun machen Arbeitnehmer mobil

 Wenn heimische Unternehmen – hier die Erndtebrücker Eisenwerke – ihre Produkte auch in Zukunft zuverlässig zum Kunden bekommen wollen, führt aus ihrer Sicht an einer Verbesserung der verkehrlichen Anbindung kein Weg vorbei. Foto: Archiv
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vö - Die Kommunalpolitik in Siegen-Wittgenstein hat deutliche Worte gefunden, jetzt sind die Arbeitnehmer am Zug: Ganz konkret machen die Beschäftigten vieler heimischer Betriebe mobil für eine bessere verkehrliche Anbindung der Region in Form der Route 57. „Auf nach Erndtebrück“ ist das Motto für einen Autokorso am Freitag, 29. April, der um 14 Uhr im Industriegebiet Kredenbach startet und mit einer Abschlusskundgebung gegen 17 Uhr auf dem Parkplatz der Erndtebrücker Eisenwerke (EEW) endet.

Im Rahmen des öffentlichen Beteiligungsverfahrens zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 ruft der DGB-Kreisverband Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen und den ortsansässigen Betrieben zu dieser außergewöhnlichen Form der Demonstration auf. Veranstalter ist der Verein „Route 57“. Die Tatsache, dass die Veranstaltung genau an dem Tag stattfindet, an dem der Kreistag Siegen-Wittgenstein per Beschluss die Wiederaufnahme der Ortsumgehungen auf der Route 57 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans einfordern soll, komme nicht ganz von ungefähr, wie Hans-Peter Langer von der IHK Siegen im SZ-Gespräch deutlich machte: „Die Idee dahinter ist, dass wir zeigen möchten, dass es hier nicht um Entscheidungen hinter irgendwelchen Ratstüren geht. Das Thema Verkehrsanbindung geht die Menschen im Alltag an – jeden, der auf der Straße steht.“ Daher heißt es in dem Aufruf zum Autokorso, der der SZ-Redaktion vorliegt: „Wir als Arbeitnehmer wollen gemeinsam mit der Wirtschaft öffentlich deutlich machen, wie wichtig die Route 57 für unsere Region ist.“ Und weiter: „Folgt unserem Aufruf, damit wir ein starkes Signal aus der Region an die politisch Verantwortlichen nach Berlin senden können.“

Hans-Peter Langer brachte es deutlich auf den Punkt: „Diese Thematik betrifft die gesamte Bevölkerung, nicht nur die Unternehmen.“ Wenn es bei der Entscheidung bleibe, dass die Ortsumgehungen aus dem vordringlichen Bedarf gestrichen würden, sei eine Perspektive für eine verkehrliche Verbesserung in der Region – speziell für Wittgenstein – nicht mehr gegeben. Und dies führe letztlich in der Konsequenz dazu, „dass Firmen ihren Standort komplett neu bewerten“. In den vergangenen Wochen hatten sich vor allem viele Unternehmer – auch öffentlich – deutlich positioniert.

Nun sind aber zunächst die Arbeitnehmer am Drücker, die die Route 57 auch in der Vergangenheit schon über ihre Betriebsräte vehement eingefordert hatten. Hans-Peter Langer konnte noch nicht abschätzen, wie groß die Beteiligung am Autokorso in einer Woche sein werde. Wichtig sei, dass sich alle potenziellen Teilnehmer vorab anmeldeten, weil das die Organisation auf eine deutlich sicherere Basis stelle. Langer erinnerte an die Online-Petition unter www.route57.info, auf der man sich gegen ein „Niemandsland Wittgenstein“ aussprechen könne.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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