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''Oben ohne'' im Schwimmbad

SZ-Volontärin Alexandra Pfeifer
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Dass weibliche Brüste in Siegener Freibädern bisher nicht gezeigt werden durften, muss eine Entscheidung von Männern gewesen sein. Und verlogen war sie noch dazu. Denn dass Männer mehrheitlich gerne nackte Brüste sehen, dürfte ein sehr offenes Geheimnis sein. Umso schöner ist es doch jetzt, dass sie vielleicht hier und da tatsächlich eine weibliche Brustwarze am Becken bestaunen können. Wie viele Frauen das Angebot am Ende in Anspruch nehmen, bleibt ohnehin abzuwarten. Nicht jede Frau hat das Selbstvertrauen und ist zudem (risiko-)bereit, womöglich mit blanker Brust ins Blickfeld von Bekannten, Nachbarn oder gar Kollegen zu geraten. Aber letztendlich sollte es immer die eigene Entscheidung sein, wie „viel“ man von sich zeigen möchte – oder eben nicht.

Dass weibliche Brüste in Siegener Freibädern bisher nicht gezeigt werden durften, muss eine Entscheidung von Männern gewesen sein. Und verlogen war sie noch dazu. Denn dass Männer mehrheitlich gerne nackte Brüste sehen, dürfte ein sehr offenes Geheimnis sein. Umso schöner ist es doch jetzt, dass sie vielleicht hier und da tatsächlich eine weibliche Brustwarze am Becken bestaunen können. Wie viele Frauen das Angebot am Ende in Anspruch nehmen, bleibt ohnehin abzuwarten. Nicht jede Frau hat das Selbstvertrauen und ist zudem (risiko-)bereit, womöglich mit blanker Brust ins Blickfeld von Bekannten, Nachbarn oder gar Kollegen zu geraten. Aber letztendlich sollte es immer die eigene Entscheidung sein, wie „viel“ man von sich zeigen möchte – oder eben nicht. Denn auch, wenn es um das andere Extrem, nämlich die Verhüllung des weiblichen Körpers mit einem Burkini geht, wird sich beschwert. Wenn wir mal ehrlich sind, sind diese Formen der Selbstbestimmtheit offenbar einfach nicht gewollt.
Im Übrigen reden wir hier auch von Gleichberechtigung am Beckenrand. Nackte Frauenkörper werden sexualisiert, große Männerbrüste allerdings nicht. Und das ist nicht fair. Mit Sicherheit werden künftig auch nicht nur „willige“ Frauen ihre sekundären Geschlechtsmerkmale im Schwimmbad zur Schau stellen, die den männlichen Ästhetikvorstellungen genügen. Um eine optische Bewertung und Abwertung geht es aber gar nicht, sondern darum, dass jede und jeder entscheiden kann, wie sie bzw. er sich in der Öffentlichkeit zeigen möchte. Wem das nicht passt, der soll eben wegschauen.
Genau das haben wir Frauen jahrelang bei männlichen Brüsten, die uns im Freibad oder sonst wo präsentiert wurden, getan. Und ich kann an dieser Stelle eines verraten: Das war auch nicht immer schön!
a.pfeifer@siegener-zeitung.de

Autor:

Alexandra Pfeifer

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