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Uni kommt in die Stadt
Oberbürgermeister Thomas Spies setzt auf gemeinsamen Weg

Oberbürgermeister Thomas Spies.

js Marburg. Dr. Thomas Spies (SPD) hat sich viel vorgenommen zu Beginn seiner zweiten Amtszeit. Der Marburger Oberbürgermeister (58) hat gemeinsam mit der Politik das Ziel ausgerufen, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen. Das ist ambitioniert, na klar. Spies weiß aber, dass er sich auf Expertise vor Ort verlassen kann. Natürlich arbeitet die Stadt mit der Universität zusammen, nutzt die Kompetenzen der Hochschulforscher. Marburg und Uni gehören eben zusammen, nicht nur in dieser Disziplin. „Der Rest der Stadt ist die Amme“, schmunzelt der studierte Mediziner.
Extrem niedrige LeerstandsquoteDass die Pharmaindustrie der Uni inzwischen als Wirtschaftsfaktor das Wasser reichen kann, freut den Verwaltungschef.

js Marburg. Dr. Thomas Spies (SPD) hat sich viel vorgenommen zu Beginn seiner zweiten Amtszeit. Der Marburger Oberbürgermeister (58) hat gemeinsam mit der Politik das Ziel ausgerufen, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen. Das ist ambitioniert, na klar. Spies weiß aber, dass er sich auf Expertise vor Ort verlassen kann. Natürlich arbeitet die Stadt mit der Universität zusammen, nutzt die Kompetenzen der Hochschulforscher. Marburg und Uni gehören eben zusammen, nicht nur in dieser Disziplin. „Der Rest der Stadt ist die Amme“, schmunzelt der studierte Mediziner.

Extrem niedrige Leerstandsquote

Dass die Pharmaindustrie der Uni inzwischen als Wirtschaftsfaktor das Wasser reichen kann, freut den Verwaltungschef. Aber auch dieser Sektor sei praktisch ein Spin-Off der Universität, und damit beileibe kein Einzelfall: Ein großer Teil der Stadt lebe davon, die Uni mit Struktur zu versorgen. Buchhandlungen und andere Läden, ein enormes Kulturangebot, die Gastronomie. Eine Reihe von sozialen Einrichtungen seien ebenfalls aus ehrenamtlichen Initiativen im Uni-Dunstkreis entstanden. Die Leerstandsquote in der Stadt sei extrem niedrig. Herausfordernder sei der Wohnungsmarkt: Die Vermietung an WGs sei profitabler als die an Familien – das verändere das Preisgefüge, räumt er ein. Durch die Schaffung neuer Angebote sei es aber gelungen, Mieten zu stabilisieren.

Wenn die Uni in der Stadt ist

Intensive Vernetzung von Uni und Stadt

Nicht nur Pharma und Medizin hätten Marburg einen Namen verschafft, die Geisteswissenschaften hätten ebenfalls mit diskursiven Leistungen geglänzt. Auch kommunalpolitisch hätten sich die Professoren eingebracht; inzwischen sei das jedoch weniger der Fall, weil Parteien als „Andock-Ort“ nicht mehr so in Mode seien. Die Vernetzung zwischen Stadt- und Univerwaltung indes sei intensiv, regelmäßig gebe es Gesprächsrunden. Universitäts- ist in Marburg immer zugleich Stadtentwicklung. „Jeder neue Ort schafft Verkehrs- und Anwesenheitsströme.“

Apropos: Auch der Verkehr ist in Marburg mit zwei Campusstandorten und der Berg- und Tallage kein Leichtes. Hier ist Innovationskraft zu spüren: Die Lahnberge sollen bis 2024 mit Elektrobussen mit Oberleitung angebunden sein. Der Radverkehr startet durch, das Fahrradleihsystem ist ein im Stadtbild sichtbarerer Erfolg – das einstige Uni-Angebot gilt heute allen Bürgern. Radspuren wurden den Autos abgezwackt, als weltweit erste Stadt führte Marburg mit „SiBike“ ein App-gesteuertes Ampelsystem ein, das Radeln auf grüner Welle ermöglicht.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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