Oberligist startet Imagekampagne

 Auf das Wesentliche reduziert: das neue Logo der „Sportfreunde“. Foto: Verein

geo - Wenn die ab sofort in der Oberliga Westfalen (und in der B-Jugend-Bundesliga) spielenden Sportfr. Siegen am 7. August 2015 zu einer Pressekonferenz mit dem Thema „Neues Kommunikationskonzept“ einladen, stutzt man als altgedienter Sportredakteur: Oberliga, Kommunikationskonzept, neu? Auch die Veranstaltung dann selbst in den (neuen) Räumlichkeiten der Siegener Kommunikations-, Marketing- und Werbeagentur „conception“ im (neuen) Industriegebiet, nur ein paar Steinwürfe oberhalb des Leimbach-Stadions, erlebt man dann auf den ersten Blick als „widersprüchlich“. Da ist auf einmal von „Demut“ die Rede, nicht gerade eine gängige Vokabel in der Sportfreunde-Geschichte. „Sympathisch, seriös, authentisch“ sind weitere Adjektiv-Happen für die Pressevertreter. Das lassen wir jetzt mal so stehen, denn es fallen auch Begriffe wie „neu“ und „alles anders“ in der neuen Kampagne - ja es gibt eine neue Kampagne! Zum Thema „widersprüchlich“ noch dies: Geschäftsführer Ulrich Lück von „conception“ drückt die Fernbedienung und auf dem Chart steht jener Satz, den man schon mal gehört hat, der einen nun aber erst mal schlucken lässt: „Mittelfristiges Ziel ist es (5 Jahre), in der 3. Liga zu spielen.“

Gesagt haben das am Mittwoch auf der Pressekonferenz also nicht die Sportfreunde, aber „Demut“ klingt in der Tat etwas anders. Doch wir hören gerne weiter zu und staunen über dieMotive und Ideen der neuen Kampagne, die eben nicht für viel Geld die Plakatwände der Siegener City füllen soll (wie einst unter Kurzzeit-„Manager“ Gerd Kehrberg) sondern lediglich alle „hauseigenen“ Kommunikationsformen wie Homepage, Stadionheft und Trikots der Spieler und Spielerinnen bestimmen soll. Vielleicht gibt es mit der Stadt noch eine Übereinkunft, Zäune und Tribünenseitenwände des Leimbach-Stadions kostenlos mit den neuen Botschaften zu bestücken. Kostenlos - das klingt schon ein wenig mehr nach „Demut“. Und Ralf Utsch, 2. Vorsitzender der Sportfreunde, raunt uns im persönlichen Gespräch zu, dass die Agentur uns „riesig entgegengekommen ist“, was also immerhin auch in dieses Bild der nach außen stets verkauften Geldknappheit bei den Sportfreunden passt.

Warum aber eine neue Kampagne? Ralf Utsch zuvor zur Presse: „Wir sind besser als unsere äußeres Erscheinungsbild. Wir wurden in der Vergangenheit leider auch als arrogant und überheblich gesehen. Aber wir sind es nicht. Im Gegenteil, wir wollen jetzt auch nach außen signalisieren, dass bei den Sportfreunden alles anders geworden ist.“ Roland Schöler, der (neue) Vereinsvorsitzende der Sportfreunde, hatte zuvor viel über die Umsetzung der neuen Philosophie in der Jugendarbeit gesprochen, nur wenig über die 1. Mannschaft. Deshalb soll die Kampagne auch keineswegs flüchtig daher kommen wie die vielen Sternschnuppen am gestrigen Nachthimmel. „Ulf Lück: „Die Kampagne ist auf mindestens zwei bis drei Jahre angelegt. Und sie wird auch danach nicht enden, lediglich überarbeitet werden. Denn wir wollen in die Köpfe von Sponsoren, Fans und allen Nicht-Sportfreunden bekommen: da passiert wirklich etwas!“

Was ist also „ist“ die neue Kampagne? Zuerst wurde das Vereinslogo geändert.  Ferner gibt es Fotomotive, die klare Botschaften vermitteln sollen: „Neue Freunde - alte Liebe“ oder „Hier sind die neuen Sportfreunde“ oder „Neue Freunde geben alles“. Die neue Markenbotschaft soll Attribute wie „frei, leicht, zeitgemäß“ vermitteln. Sie soll den Neuanfang „sympathisch, seriös und authentisch“ begleiten und die Marke „positiv aufladen“.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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