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Unterscheidung nach Variante hinfällig
Omikron dominiert unsere Region

Biologisch-technische Assistentinnen bereiten die Sequenzierung von positiven PCR-Tests vor.
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tip Siegen/Olpe. Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert nun auch in unserer Region. Das bestätigte Siegen-Wittgensteins Sprecher Torsten Manges der Siegener Zeitung. Gerade einmal rund 40 Tage nach dem Auftreten des ersten Omikron-Verdachtsfalls im Kreis herrscht die Variante hierzulande so deutlich vor, dass die Gesundheitsämter schon in den kommenden Tagen die Differenzierung nach den verschiedenen Virus-Arten aufgeben werden.
PCR-Testung auf Virus-Variante dauert langeDenn sowohl Sequenzierungen als auch die sogenannte „variantenspezifische PCR-Testung“ sind aufwändig – und kosten Zeit. „Bis zu zehn Tage oder länger“, so Manges, dauere es, bis nach einem positiven Test die Sequenzierung Aufschluss über die Variante des Coronavirus gibt.

tip Siegen/Olpe. Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert nun auch in unserer Region. Das bestätigte Siegen-Wittgensteins Sprecher Torsten Manges der Siegener Zeitung. Gerade einmal rund 40 Tage nach dem Auftreten des ersten Omikron-Verdachtsfalls im Kreis herrscht die Variante hierzulande so deutlich vor, dass die Gesundheitsämter schon in den kommenden Tagen die Differenzierung nach den verschiedenen Virus-Arten aufgeben werden.

PCR-Testung auf Virus-Variante dauert lange

Denn sowohl Sequenzierungen als auch die sogenannte „variantenspezifische PCR-Testung“ sind aufwändig – und kosten Zeit. „Bis zu zehn Tage oder länger“, so Manges, dauere es, bis nach einem positiven Test die Sequenzierung Aufschluss über die Variante des Coronavirus gibt. Bei den variantenspezifischen PCR-Tests sind es immerhin noch drei bis fünf Tage.

Bald wird jeder Corona-Befund Omikron zugeschrieben

Laut Dr. Christoph Grabe, dem Leiter des Siegen-Wittgensteiner Gesundheitsamtes, steht das Verfahren aber vor dem Aus. Angesichts der mittlerweile überragenden Omikron-Dominanz mache es schlichtweg keinen Sinn mehr, zwischen den Varianten zu unterscheiden. „Diesen Aufwand werden wir nicht mehr lange betreiben“, so Dr. Grabe. Im Klartext: Es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis jeder einzelne positive Corona-Befund in der Region der Omikron-Variante zuzuschreiben ist.

Diesen Aufwand werden wir nicht mehr lange betreiben.
Dr. Christoph Grabe
Leiter Gesundheitsamt über die Suche nach Virus-Varianten

Lange hat es nicht gedauert, bis die offenbar hochansteckende Variante die Oberhand gewonnen hat. Am 2. Dezember 2021 hatte der Kreis Siegen-Wittgenstein den ersten konkreten Verdachtsfall gemeldet, nachdem ein Test vom 25. November Omikron hatte vermuten lassen.

Nach 44 Tagen dominiert Omikron in Siegen-Wittgenstein

Bis dato hatte sich über Monate ausschließlich die Delta-Variante in der Bevölkerung gehalten. Gerade einmal 44 Tage ist der 2. Dezember her – ein Beleg dafür, wie schnell sich Omikron ausbreiten konnte. Wie aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, macht Omikron mittlerweile 73 Prozent der untersuchten Fälle aus und ist damit in ganz Deutschland vorherrschend geworden.

Die rasch steigenden Zahlen haben Auswirkungen auf die Arbeit der Gesundheitsämter. Der Kreis Olpe teilte am Donnerstag mit, dass nicht mehr tagesaktuell reagiert werden könne: „Aufgrund der derzeit hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen können positiv getestete Personen erst mit zeitlicher Verzögerung vom Gesundheitsamt des Kreises Olpe telefonisch kontaktiert werden. Die Verzögerung beträgt derzeit rund einen Tag ab dem Eingang des positiven Testergebnisses beim Gesundheitsamt.“

In Siegen-Wittgenstein klappt es laut Sprecher Torsten Manges noch am gleichen Tag. „Es sei denn, das Testergebnis kommt erst am späten Abend rein.“ Drei von vier positiv Getesteten würden mittlerweile per SMS vom Gesundheitsamt informiert. Die telefonische Kontaktaufnahme ist bei 165 Neuinfektionen im Kreis, wie am Freitag, schlichtweg nicht mehr anders zu leisten. Bei der Nachverfolgung von Kontakten heißt es bereits seit Ende November: Das Gesundheitsamt informiert nur noch Personen im häuslichen Umfeld von Corona-Fällen sowie besonders gefährdete Personen, etwa Menschen über 70 Jahre.

Ist die Kontaktverfolgung überhaupt noch sinnvoll?

Der Virologe Klaus Stöhr hält die Kontaktnachverfolgung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland für nicht mehr sinnvoll. Das sagte er in einem Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), zu dem auch die Siegener Zeitung gehört. Die Verfolgung sei angesichts hoher Inzidenzen für die Gesundheitsämter ohnehin nicht mehr zu stemmen. Wenn ein Großteil der Bevölkerung dann auch noch mild und asymptomatisch infiziert sei und Antikörper habe, werde die Nachverfolgung schlichtweg überflüssig.

Autor:

Tim Plachner

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