Opferalltag und Täterdokumente

Ausstellung: Völkermord an Sinti und Roma im Kreishaus

sz Siegen. Mit dem nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma befasst sich eine Ausstellung, die ab Mittwoch, 11.Dezember, im Foyer des Kreishauses Siegen zu sehen ist. Erstellt wurde sie vor fünf Jahren vom Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Seitdem war sie in rund 25 Städten zu Gast.

Schon in den Nürnberger Rassegesetzen 1935 wurde die Sinti und Roma der jüdischen Bevölkerung im negativen Sinne gleichgestellt. 1942 befahl Himmler in seinem so genannten »Auschwitz-Erlass« die Einweisung aller im Reichsgebiet lebenden Angehörigen dieser Volksgruppen ins Konzentrationslager Auschwitz Bis 1945 fielen diesem Völkermord europaweit über eine halbe Million Männer, Frauen und Kinder zum Opfer.

Im Deutschen Reich wurden Deportation und systematische Ermordung von Dr. Dr. Robert Ritter, dem Leiter des 1936 gegründeten rassenhygienischen Institutes vorbereitet. Innerhalb von drei Jahren, so eine Presseinformation zur Ausstellung, erfasste und katalogisierte er mit seinen Mitarbeitern über 40000 Sinti und Roma, von denen die Gutachten 23833 zum Tod bestimmten.

Wie die Ausstellung zeigt, führten Sinti und Roma vor dem Krieg ein »angepasstes« Leben mit festem Wohnsitz und Lohnarbeit. Bilder von Alltag und Familie der Opfer werden den menschenverachtenden Zeugnissen und Dokumenten der Täter direkt gegenübergestellt. Das ist eine Besonderheit der 23 Tafeln der Ausstellung.

Zur Eröffnung am 11. Dezember um 17 Uhr werden der Historiker Ulrich Opfermann, der stellv. Landrat Jürgen Althaus und der Vorsitzende der Sinti und Roma in NRW, Roman Franz, erwartet. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Januar.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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