Flüchtlingsberaterin prangert an
"Pandemie hat Zugänge erschwert"

Bei der Integration in der Bundesrepublik helfen Flüchtlingsberaterinnen wie Regina Kürschner.
  • Bei der Integration in der Bundesrepublik helfen Flüchtlingsberaterinnen wie Regina Kürschner.
  • Foto: Pixabay
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ap Siegen. Perspektivlosigkeit und Armut sowie Krieg und Ungleichheit zwingen viele Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Einige von ihnen schaffen es nicht weiter als Griechenland, andere landen nach langer „Reise“ über Meer- und Umwege irgendwo in Deutschland. Unterstützung bei der Integration bekommen sie dann vor Ort von Menschen wie Regina Kürschner.

Die Flüchlingsberaterin vom Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (VAKS) leistet Hilfestellung beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen oder begleitet Geflüchtete zu Ausländerbehörde, Sozialamt und Co. Durch Corona sei deren ohnehin schon schwierige Situation noch deutlich erschwert und – im Umkehrschluss – ihre Hilfe als Beraterin wesentlich wichtiger gewesen, erklärt Kürschner.

Verzögerung an der Tagesordnung

„Gerade zu Beginn der Pandemie war der Zugang zu allen Behörden nicht mehr da.“ Termine hätten plötzlich nur noch auf Umwegen – schriftlich oder telefonisch – vereinbart und wahrgenommen werden können. Viele Flüchlinge könnten aber wegen der sprachlichen Barrieren ihr Anliegen oft nicht (deutlich) klarmachen. In solchen Fällen kämen dann auch Dolmetscher – so wie Gedi Metan – ins Spiel.

Auch andere Dinge hätten sich in den vergangenen Monaten verzögert, erzählt Kürschner. „Manche warten hier seit über zwei Jahren auf ihre Familien, aber wegen Corona ging nichts in Sachen Zusammenführung“, so die Erfahrung der hiesigen Beraterin. Emotional sei das für Betroffene natürlich sehr, sehr schwierig, sagt sie.

Corona bremst Flüchtlinge

Und generell seien spürbar weniger Menschen aus Ländern wie Syrien, Somalia, Eritrea oder Guinea nach Deutschland gekommen. Für die Fachfrau eine logische Konsequenz des weltweiten Lockdowns: „Auch da, wo typischerweise Schlepper arbeiten, war Ruhe“, erläutert Kürschner. Sie geht zwar davon aus, dass sich nun mit sinkender Inzidenz auch nach und nach wieder mehr Flüchtlinge auf den Weg in eine (vermeintlich) bessere Welt machen werden – ob dieser aber bis nach Deutschland führt, stellt sie infrage. „In der Regel versuchen die Menschen, über das Wasser in ein europäisches Land zu kommen. Die Maßnahmen, um das zu verhindern, werden jedoch immer weiter verstärkt.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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