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Emotionale Probleme bei Kindern nehmen zu
Pandemie macht Schüler unglücklich

Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessensverlust: Vor allem Mädchen sind von zunehmenden emotionalen Problemen betroffen.
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sz/ch Siegen. Corona-Regeln, Homeschooling, Stress: Die Pandemie belastet viele Kinder und Jugendliche. Jedes dritte Schulkind fühlt sich nicht ausreichend vor dem Virus geschützt. Mehr als die Hälfte aller Mädchen und Jungen wurde im vergangenen Jahr unglücklicher. Die Lebenszufriedenheit der Schülerinnen und Schüler sank im Durchschnitt um 21 Prozent.

Und: Gleichzeitig nahmen emotionale Probleme stark zu. Das zeigt der aktuelle Präventionsradar 2021 der DAK-Gesundheit, der auch die Kinder der Klassen 5 bis 10 in den drei Kreisen Altenkirchen, Olpe und Siegen-Wittgenstein auf dem Schirm hat. „Der starke Rückgang der Lebenszufriedenheit der Kinder und Jugendlichen ist erschreckend“, sagt Dirk Heppe, Chef der Siegener DAK-Niederlassung.

sz/ch Siegen. Corona-Regeln, Homeschooling, Stress: Die Pandemie belastet viele Kinder und Jugendliche. Jedes dritte Schulkind fühlt sich nicht ausreichend vor dem Virus geschützt. Mehr als die Hälfte aller Mädchen und Jungen wurde im vergangenen Jahr unglücklicher. Die Lebenszufriedenheit der Schülerinnen und Schüler sank im Durchschnitt um 21 Prozent.

Und: Gleichzeitig nahmen emotionale Probleme stark zu. Das zeigt der aktuelle Präventionsradar 2021 der DAK-Gesundheit, der auch die Kinder der Klassen 5 bis 10 in den drei Kreisen Altenkirchen, Olpe und Siegen-Wittgenstein auf dem Schirm hat. „Der starke Rückgang der Lebenszufriedenheit der Kinder und Jugendlichen ist erschreckend“, sagt Dirk Heppe, Chef der Siegener DAK-Niederlassung.

Zufriedenheit um 21 Prozent gesunken

„Unsere Studie zeigt, wie sehr Corona das Leben der Schulkinder belastet. Dabei ist eine möglichst unbeschwerte Kindheit wichtig, damit die Mädchen und Jungen gesund groß werden. Wir müssen jetzt gegensteuern, um das Risiko für langfristige Gesundheitsprobleme im Erwachsenenalter zu senken.“ Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten die Befragten ihre aktuelle Lebenszufriedenheit im Mittel mit 5,8 Punkten. Ihre aktuell empfundene Zufriedenheit liegt um 21 Prozent unter dem Niveau von vor der Pandemie (7,3 Punkte). Erschreckend: Bei den Jüngeren der Klassenstufe 5 und 6 ist der Verlust mit 24 Prozent am stärksten.

Dirk Heppe.

Starker Tobak außerdem: Laut der Umfrage unter rund 14 000 Kindern und Jugendlichen finden nur 56 Prozent die Corona-Regeln an ihrer Schule angemessen. Ein Drittel fühlt sich nicht gut vor einer Infektion geschützt. Und ein Viertel empfindet die Maßnahmen als starke oder sehr starke Belastung. Auch die Kontaktbeschränkungen und der Wegfall von Angeboten wirken sich negativ aus. Dirk Heppe: „Jedes siebte Schulkind fühlt sich oft niedergeschlagen und häufig unglücklich – ein Drittel mehr als vor Corona!“

Mädchen härter getroffen als Jungen

Vor allem Mädchen sind Heppes Hinweisen zufolge von zunehmenden emotionalen Problemen betroffen: In der aktuellen Befragung zeigten 23 Prozent Symptome depressiver Störungen – Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessensverlust und sozialer Rückzug, deutlich mehr als im Vorjahr mit 18 Prozent.

„Die Corona-Situation stellt Jungen und Mädchen vor große Herausforderungen“, sagt Studienleiter Professor Reiner Hanewinkel vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel, das den Radar erstellt hat. Ein beunruhigendes Ergebnis ist für ihn insbesondere die psychische Belastung der Mädchen. „Sie waren schon vor der Krise emotional auffälliger als Jungen, dies scheint sich durch die Krise zu verstärken. Gleichzeitig sehen wir den Wegfall von positiven Aktivitäten wie organisierter Sport- und Bewegungsangebote, die zu einer Verringerung der psychischen Belastung beitragen können.“

Bewegungsmangel wird zum Problem

Laut Studie sind in Pandemie-Zeiten noch 34 Prozent der Jungen ausreichend körperlich aktiv, jedoch nur 24 Prozent der Mädchen. Insgesamt ist der Anteil der körperlich Aktiven im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel gesunken. Die Mehrheit kommt nicht auf die wissenschaftlich empfohlenen 90 Minuten täglich. „Das ist besorgniserregend, denn die Bedeutung von Bewegung für die psychische Gesundheit ist immens“, so Hanewinkel.

Traurigkeit, geringes Selbstwertgefühl, Interessensverlust: Vor allem Mädchen sind von zunehmenden emotionalen Problemen betroffen.
Dirk Heppe.
Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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