Papptürme gegen das Bildungsdefizit

Schülerwettbewerb »Türme für Pisa« / Ingenieurkammer-Bau kooperiert mit Hochschulen

kk Siegen. Pisa – das Wort hat Symbolcharakter. Zum einen ist in der Stadt gleichen Namens eines der berühmtesten Bauwerke beheimatet, der schiefe Turm von Pisa. Zum anderem sorgte die Pisa-Studie für Aufregung in der Bildungslandschaft. Hängte sie doch deutschen Teens die rote Laterne in Sachen Bildung an. Bildung und Wissen sowie konstruktive Fähigkeiten werden nun zusammengepackt. Denn: Die Ingenieurkammer-Bau NRW hat einen Schülerwettbewerb »Türme für Pisa« ausgelobt. Der Ausrichter kooperiert dabei mit sieben Hochschulen aus fünf Regierungsbezirken.

Zielgruppe sind die Klassen zehn bis zwölf von Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs. Fest steht bereits: 520 Schülerinnen und Schüler machen in 92 Gruppen mit. Ziel ist es, aus vorgegebenem Material und mit exakt beschriebenem Werkzeug einen in seinen Maßen genau umschriebenen Turm zu konstruieren, der im Vergleich zum Eigengewicht die größtmögliche Last tragen kann.

Der Startschuss zum Wettbewerb fiel gestern an der Universität Siegen. Die Teams kamen von nah und fern. Rund 60 Schülerinnen und Schüler drückten die Hörsaal-Bänke an der Paul-Bonatz-Straße. Prof. Dr. Jürgen Jensen, Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen: »Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse am Bauingenieurwesen zu wecken.«

Wie genau der Wettbewerb abläuft, erläuterte Andrea Willbertz, Referatsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Ingenieurkammer-Bau. Willbertz: »Das ist das dritte Projekt dieser Art, das wir angehen. Es ist aber das erste dieser Dimension.« In einem ersten Schritt gilt es, jeweils die beiden besten Türme aus den beteiligten Regierungsbezirken zu finden. Diese sind dann für den Landeswettbewerb qualifiziert. Eine Ausnahme bildet der Regierungsbezirk Arnsberg. Dort kooperiert die Ingenieurkammer-Bau gleich mit zwei Hochschulen – denen in Siegen und Bochum. Jeweils nur die erstplatzierten Turmbauer kommen deshalb weiter.

Insgesamt wird eine Wildcard vergeben. Neben dem erstellten Turm muss auch eine entsprechende Dokumentation erstellt werden. Die Entscheidung fällt in Siegen am 9. Juli.

Aus dem heimischen Raum sind vier Schulen mit von der Partie. Das Gymnasium Netphen stellt gleich zwei Gruppen. Beteiligt sind des Weiteren das Kreuztaler Friedrich-Flick-Gymnasium, die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule sowie die Gesamtschule Eiserfeld.

Die Türme können im Unterricht, im Rahmen von Projektwochen oder in schulischen Arbeitsgemeinschaften ertüftelt und erstellt werden. Wichtig ist: Genutzt werden muss der Inhalt der gestern an die Gruppen ausgegebenen Pisa-Boxen. Sie enthalten alle notwendigen Lehr- und Baumaterialien. Andrea Willbertz: »Ihre Radiergummis dürfen sie noch verwenden. Ein Metalllineal will ich auf keinen Fall im Turm verbaut sehen. Das bedeutet das Aus für die Gruppe.«

Wichtige Tipps zur Lösung der anstehenden Aufgabe erhielten die Schülerinnen und Schüler von Prof. Dr.-Ing. Alfons Goris vom Fachbereich Bauingenieurwesen der Universität Siegen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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