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Am Schleifmühlchen wird ab 2022 gebaut
Pendler stehen pro Jahr 20 Stunden im Stau

Jeden Tag das gleiche Bild: Am Schleifmühlchen stehen Berufspendler im Stau. Dort soll sich ab 2022 etwas tun. Der Knotenpunkt wird angepackt, die Baumaßnahme könnte im Herbst beginnen.
  • Jeden Tag das gleiche Bild: Am Schleifmühlchen stehen Berufspendler im Stau. Dort soll sich ab 2022 etwas tun. Der Knotenpunkt wird angepackt, die Baumaßnahme könnte im Herbst beginnen.
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tip/dpa Siegen. Wo staut es sich am meisten? Die Verkehrsanalysten des Unternehmens Inrix haben deutschlandweit 70 Städte unter die Lupe genommen. Siegen landet dabei auf Platz 52. Rund 20 Stunden verbringt ein durchschnittlicher Pendler nach oder aus Siegen heraus jährlich im Stau. Damit steht die Krönchenstadt auf einer Stufe mit Koblenz, schneidet aber schlechter ab als beispielsweise Krefeld (13 Staustunden) oder Marburg (15 Staustunden). An einem der neuralgischsten Problempunkte der Stadt soll sich bald etwas tun.
Erster Entwurf soll noch diese Woche festgelegt werdenDenn für 2022 ist die Umgestaltung des Kreisverkehrs am Schleifmühlchen geplant.

tip/dpa Siegen. Wo staut es sich am meisten? Die Verkehrsanalysten des Unternehmens Inrix haben deutschlandweit 70 Städte unter die Lupe genommen. Siegen landet dabei auf Platz 52. Rund 20 Stunden verbringt ein durchschnittlicher Pendler nach oder aus Siegen heraus jährlich im Stau. Damit steht die Krönchenstadt auf einer Stufe mit Koblenz, schneidet aber schlechter ab als beispielsweise Krefeld (13 Staustunden) oder Marburg (15 Staustunden). An einem der neuralgischsten Problempunkte der Stadt soll sich bald etwas tun.

Erster Entwurf soll noch diese Woche festgelegt werden

Denn für 2022 ist die Umgestaltung des Kreisverkehrs am Schleifmühlchen geplant. Endlich – denn das ständige Provisorium an einem der Haupt-Verkehrsknoten für Pendler aus Kaan-Marienborn oder Wilnsdorf kommend hätte ursprünglich schon vor 2010 angepackt werden sollen. Oliver Jenke, im Siegener Rathaus für das Thema Straßenbau zuständig: „Aktuell läuft die sogenannte Bauphasenplanung. Darin legen wir fest, welcher Abschnitt zu welchem Zeitpunkt angegangen werden soll.“ Noch in dieser Woche will man einen finalen Entwurf festlegen. Dann geht dieser in die Abstimmung mit den Verantwortlichen des ÖPNV und der Polizei. Im ersten Quartal nächsten Jahres, so Jenke, will man die Ausschreibung für die Baumaßnahme auf den Weg bringen. Gesamtvolumen: etwa 6 Millionen Euro. Derzeit plant man im Rathaus, dass es im Herbst 2022 mit dem Bau losgehen könnte.

keine Besserung bis 2025

Konkret würde man sich dann zunächst mit der Statik der Ufermauer zur Weiß befassen. Ein kompliziertes Teil-Projekt. „Die Planung hat uns eine Menge Zeit gekostet“, gibt Jenke einen Einblick in die Vorgehensweise.

Der Knotenpunkt Schleifmühlchen könnte dann bis ins Jahr 2025 eine Baustelle bleiben. Davon gehen die an der Maßnahme Beteiligten aktuell aus. Vollsperrungen soll es – mit Ausnahme des Auftragens der letzten Fahrbahndecke – nicht geben. „Wir wollen den Kreisel nicht komplett lahmlegen. Alle Abschnitte sollen möglichst verträglich ablaufen. Aber natürlich wird es in diesem Zeitraum leider immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen“, so Oliver Jenke. Kein Wunder, bei Tausenden Fahrzeugen, die das Nadelöhr täglich passieren müssen.

Weniger Verkehr durch Homeoffice

Am Ende, so hofft man, werde sich eine spürbare Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer ergeben. Das könnte auch insgesamt weniger Stau bedeuten, denn vom Lindenberg kommend soll es beispielsweise einen Bypass für Abbieger Richtung Kaan-Marienborn geben. Weitere zusätzliche Fahrspuren sind nicht geplant. Die bestehenden sollen aber breiter werden. Und insgesamt soll alles übersichtlicher und sicherer werden – auch für Fußgänger.

Vorbei ist übrigens die „Verschnaufpause“ für Pendler, welche die Corona-Krise mit sich gebracht hatte. 2020 war es flächendeckend, aufgrund von Lockdowns und steigendem Homeoffice-Anteil, zu deutlicher weniger Verkehrsbehinderungen in deutschen Städten gekommen. Gegenüber dem Vorjahr vermeldet die Statistik für die Staus in Siegen allerdings schon wieder einen Anstieg von mehr als 25 Prozent.

Weitere Ergebnisse der Inrix-Studie: Düsseldorf ist auch in Sachen Stau die Hauptstadt NRWs. Ein Berufspendler stand dort in diesem Jahr durchschnittlich 43 Stunden im Stau, gefolgt von 42 Stunden in Köln. Bundesweiter Spitzenreiter blieb München (79 Staustunden) gefolgt von Berlin (65 Staustunden). Die „InrixTraffic Scorecard“ gilt als die weltweit umfangreichste Studie dieser Art.

Autor:

Tim Plachner

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