Anti-Raucherprogramm Uni Siegen erfolgreich
Per App zum Nichtraucher

Obwohl den meisten Rauchern die gesundheitlichen Folgen ihrer Sucht wohlbekannt sind, fällt es vielen schwer, damit aufzuhören. Das neue digitale Trainingsprogramm der Uni soll dabei helfen, den Kippen den Kampf anzusagen.
  • Obwohl den meisten Rauchern die gesundheitlichen Folgen ihrer Sucht wohlbekannt sind, fällt es vielen schwer, damit aufzuhören. Das neue digitale Trainingsprogramm der Uni soll dabei helfen, den Kippen den Kampf anzusagen.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

gro/sz Siegen. „Das ist jetzt aber wirklich die Letzte“ – fast jeder Raucher versucht sich regelmäßig daran, von der Sucht loszukommen. Jede vierte Person besitzt trotz aller Verbote und Einschränkungen immer noch einen riskanten Zigarettenkonsum. Damit gehört Tabak weiterhin zu den meistgebrauchten Drogen in Deutschland. Seit knapp drei Jahren entwickelt die Universität Siegen ein neues digitales Trainingsprogramm, um den Zigaretten endlich den Kampf anzusagen – mit Erfolg. Jetzt soll eine Handy-App das Training noch zusätzlich erleichtern.

Prof. Dr. Klucken und sein Team der Fakultät II sind mit den bisherigen Erfolgen des Programms sehr zufrieden. „Über alle Bedingungen hinweg konnten die Teilnehmer der Studie im Durchschnitt ihren Zigarettenkonsum halbieren. Ca. 30 Prozent haben ganz aufgehört. Dies haben wir auch nach Studienende noch einmal nachgefragt, um zu überprüfen, ob die Effekte auch stabil sind“, berichtet der Leiter des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Training bisher mit VR-Brille

Bisher sei das Training mithilfe einer VR-Brille absolviert worden. Um verschiedene Nutzergruppen ansprechen zu können, habe die Fakultät jetzt auch ein Training für das Smartphone entwickelt. Hierbei wurde dasselbe Trainingsprinzip in eine App übertragen. „Wir hoffen, dass mithilfe der App, noch größere Erfolge zu beobachten sind. Denn jetzt haben die Probanden die Möglichkeit, das Training auch im Alltag und an verschiedenen Orten zu bestreiten. Denn das neue Handyprogramm lässt sich sicherlich im Alltag einfacher bedienen als eine VR-Brille“, so Klucken. Ob die Ergebnisse vielleicht sogar höher ausfallen werden, sei aktuell noch Gegenstand der Forschung.

Die Corona-Pandemie habe den Konsum vieler Raucher zusätzlich verstärkt. „Obwohl Nikotin als eines der Risikofaktoren für einen schweren und negativen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung gilt, wurde in Studien im gleichen Zeitraum eine Zunahme an Zigarettenkonsum festgestellt“, erklärt Klucken. Trotz der hohen Verbreitung und des hohen Gefahrenpotenzials von Nikotin seien bisherige Therapieangebote oft mit langen Wartezeiten und geringer Akzeptanz bei den Betroffenen verbunden. Auch hier könne die App in Zukunft Abhilfe schaffen.

Starke Raucher für Studie bevorzugt

Für die Forschung werden noch ca. 30 freiwillige Raucher gesucht, die mit dem Rauchen gerne aufhören möchten und ein Smartphone besitzen. „Es werden auch gerne starke Raucher genommen“, so der Psychologe. Die durchschnittliche Anzahl an gerauchten Zigaretten in der alten Studie lag bei ca. 20 Zigaretten pro Tag, und viele Personen rauchten schon seit mehreren Jahren mit einigen Aufhörversuchen. „Wir freuen uns über viele motivierte Probanden“, fügt Klucken hinzu.

Autor:

Sarah Groos

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