Pfarrer Jochen Müller ordiniert

Neuer Geistlicher kam aus dem Ruhrgebiet ins Siegerland

sz Weidenau. In der voll besetzten Christuskirche in der Dautenbach wurde jetzt Pfarrer Jochen Müller von Superintendent Friedemann Hillnhütter ordiniert. Damit ist Müller offiziell von der westfälischen Landeskirche zum Dienst am Wort und Sakrament beauftragt.

In seiner Ordinationsansprache betonte Hillnhütter, Gott habe sich in Christus mit der Welt versöhnt. Diese Botschaft habe ein Pfarrer in der Welt laut werden zu lassen. Die Botschaft von der Erwählung Gottes sei öffentlich bekannt zu machen. Allerdings seien durch die Taufe alle Christen zum Zeugnis und Dienst an der Welt verpflichtet. Dies gelte nicht nur den Pfarrerinnen und Pfarrern. Die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes müsse unter die Leute gebracht werden.

Schon oft habe er die Frage gestellt bekommen, so Jochen Müller in seiner Predigt, warum er denn ausgerechnet Theologie studiert habe. Dies hänge mit seiner Geschichte mit Gott und dem Glauben zusammen. Er schilderte diese ersten Schritte des Glaubens in früher Kindheit in Witten, wo die Eltern abends mit ihm gebetet haben und wie die Musik für ihn eine Sprache des Gebets wurde. Er merke und erlebe, wie Gebet etwas bewirke und verändere und wenn es ihn selbst verändere. Er erzählt von den schwierigen Auswahlverfahren, die Theologen heute erleben und die den Weg in den Pfarrberuf für viele unmöglich machen. Daher erlebe er heute seine Ordination in besonderer Weise. Gott habe sich auf den Weg gemacht zu ihm. Müller sprach von der Erwählung und damit Versöhnung Gottes. Er betonte nach Johannes 3, 16: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingebornen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von den Posaunenchören Weidenau und Grissenbach/Nenkersdorf sowie dem Bläserkreis Bochum unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Karl-Heinz Saretzki, Bochum. An der Orgel saß Jörg Segtrup (Unna).

Jochen Müller ist in Witten und Dortmund aufgewachsen. In Dortmund wurde sein musikalisches Talent gefördert. Er lernte die Instrumente Flöte, Cello, Posaune und Klavier und absolvierte eine vorberufliche Fachausbildung an der Musikhochschule Dortmund mit dem Fach Posaune. Außerdem war er über zehn Jahre Mitglied im Bläserkreis Bochum.

Nach dem Abitur leistete er den Zivildienst in einem Altenheim in Schalksmühle und begann anschließend mit dem Studium der evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel. Von dort wechselte er an die Friedrich- Alexander-Universität in Nürnberg-Erlangen und anschließend an die Philipps-Universität in Marburg. Zwischen dem Universitätswechsel lag ein sechswöchiges Gemeindepraktikum in Dortmund-Brackel. Während des Universitätsstudiums arbeitete Müller ehrenamtlich in der Kirchengemeinde Marburg und leitete dort einen Posaunenchor.

Im Oktober 1997 führte der Weg von Jochen Müller ins Siegerland. Er wurde Gemeindeassistent in Deuz bei Pfarrer Dr. Peter Böhlemann mit den Schwerpunkten Konfirmandenarbeit, Gottesdienstarbeit und Gemeindebriefredaktion. Während dieser Zeit war er auch journalistisch als freier Mitarbeiter einer Zeitung tätig und er legte die Kirchenmusikerprüfung als Posaunenchorleiter und Chorleiter ab. In dieser Zeit fand auch die Hochzeit mit der Grundschullehrerin Sabine Klöckener aus Nenkersdorf statt.

Ab 1999 folgte ein Vikariat in Unna-Billmerich in der Kirchengemeinde Dellwig, bei Pfarrer Hans-Jürgen Dusza, der ab Herbst dieses Jahres im Kirchenkreis Siegen für die Gemeindeentwicklung zuständig sein wird. Seit März 2002 ist Jochen Müller Pfarrer zur Anstellung in der Kirchengemeinde Weidenau.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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