Pferd auf der Weide erschossen

 Ein trauriger Anblick am Pfingstmontagmorgen: Islandhengst Feykir liegt tot im Gras, Blut tropft aus zwei Einschusslöchern im Hals. Wallach Drifanti, der seit 18 Jahren mit Feykir über die Wiese galoppierte, steht trauernd daneben. Foto: Privat
  • Ein trauriger Anblick am Pfingstmontagmorgen: Islandhengst Feykir liegt tot im Gras, Blut tropft aus zwei Einschusslöchern im Hals. Wallach Drifanti, der seit 18 Jahren mit Feykir über die Wiese galoppierte, steht trauernd daneben. Foto: Privat
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dima - Zwei wunderschöne Islandpferde, ein stattlicher weißer 28-jähriger Hengst, und ein brauner 24-jähriger Wallach, grasten am Pfingstmontag wie seit 18 Jahren vor der Kulisse Wilnsdorfs, galoppierten über perfekt gepflegte Pferdeweiden, im Sommer wie im Winter. An diesem Morgen war aber alles anders: Die Pferdebesitzerin stand – in Tränen aufgelöst – vor einer Weide nahe des Autobahnzubringers. Feykir, der weiße Hengst, lag tot im Gras.

Aus zwei daumendicken Verletzungen im Hals des Pferdes tropfte Blut. Das Gras war plattgetreten, zeugte vom Todeskampf des Tieres. Drifanti, der braune Wallach, stand still trauernd daneben, mit gesenktem Kopf. Der Wallach wurde dann aufgrund der besonderen Situation und aufgrund einer gesundheitlichen Vorerkrankung eingeschläfert.

Seither ermittelt die Staatsanwaltschaft. Bei der Obduktion des Hengstes fand man in einer der beiden Verletzungen die Kugel eines Jagdgewehres. Ein Gutachten wurde gefertigt, das mehr Aufschluss über den Tod geben sollte. Wie Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthus jetzt erklärte, ermitteln die Behörden in Richtung eines Jagdunfalles. „Das scheint die wahrscheinlichste Variante zu sein“, so von Grotthus.

Gesucht wird der Schütze, der das Pferd in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingsmontag vielleicht mit einem Wildtier verwechselte. Eventuell, so eine der Theorien, hat er die Verwechslung zu spät bemerkt, ist dem Schuss nachgegangen, fand das verletzte Tier und erlöste es mit einem zweiten Schuss aus dem Jagdgewehr.

Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung. Geprüft wird, ob gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde und ob waffenrechtliche und jagdrechtliche Bestimmungen betroffen sind. Dirk Manderbach

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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