Philipp Menn Deutscher Meister

Erschöpft nach zwei anstrengenden Tagen: der neue Deutsche U-20-Meister Philipp Menn. Foto: birke

sz -Philipp Menn  hat es geschafft: im Leichtathletik-Zentrum Frankfurt-Kalbach sicherte sich der 18-jährige Athlet der LG Kindelsberg Kreuztal am Wochenende den Deutschen Meistertitel der Altersklasse U 20 im Siebenkampf. Am Ende zweier anstrengender Tage leuchtete die Finale Punktzahl „5665“ an der Anzeigetafel auf, was dem Sohn von LG-Cheftrainer (und Vater) Helmut Menn Platz 1 sicherte. „Es hat alles gepasst, es waren zwei Supertage,“ jubelte der Vorzeigeathlet nach der Siegerehrung.

Praktisch von der ersten Disziplin weg führte Philipp Menn das Athletenfeld der U-20-Mehrkämpfer an. Mit schnellen 6,97 Sekunden knüpfte er nahtlos an seine erst vor einer Woche in Bielefeld bei den U-20-Westfalenmeisterschaften gelaufene Bestzeit (6,94) über 60 m an. Sehr zufrieden war Menn, der in Frankfurt natürlich auch von seinem verletzen Bruder Sascha (Zerrung) angefeuert wurde, mit dem Weitsprung-Resultat, wenngleich er die 7,27 m als „sehr gut“, den Wettkampf an sich aber als „nicht ganz optimal“ kategorisierte. Ebenfalls noch am Samstag standen Kugelstoßen und Hochsprung auf dem Programm. Die Kugel wuchtete Menn auf 13,50 m. „Ich hatte mir zwar ein bisschen mehr erhofft, aber die 13,50 m waren auch absolut kein Ausreißer nach unten.“ Noch ein „dickes Brett“ packte der Kredenbacher dann im abschließenden Hochsprung drauf, denn 1,93 m hatte er unter Hallendächern noch nie gemeistert. „Darüber habe ich mich sehr gefreut!“ Seine Freiluft-Bestleistung liegt bei 1,97 m.

Tag 2 in der hessischen Metropole begann gestern mit dem 60-m-Hürdensprint. „Beim Einlaufen bin ich mit den Hürden besser zurecht gekommen. Im Lauf lief es anfangs noch sehr gut, hinten raus wurde es dann unrunder“, kommentierte Philipp Menn seine 8,36 Sekunden, mit denen er den Ulmer Tim Nowak (8,14) einigermaßen auf Distanz halten konnte. Den „alten Abstand“ zu seinem Hauptkonkurrenten stellte der Nordsiegerländer dann aber im Stabhochsprung-Wettbewerb wieder her, als er sehr gute 4,60 m meisterte und für Nowak bei 4,40 m Schluss war. Nun musste Menn im abschließenden 1000-m-Lauf zwölf Sekunden Vorsprung auf den Ulmer Kontrahenten verteidigen. „Ich habe mich dann einfach an ihn drangehängt. Die Zeit war mir egal.“ So schafte er es schlussendlich, den Titel unter Dach und Fach zu bringen, denn Nowak konnte Philipp Menn lediglich um drei Sekunden distanzieren.

In Hessen war am Wochenende bei den Männern mit Justin-Esteban Loos noch ein weiterer LGK-Athlet am Start. Loos kam bei den Männer mit 4342 Punkten auf den 11. Platz. Trainer Helmut Menn: „Es war vor allem ein guter 2. Tag. Justin war hintenraus mit seinen Leistungen sehr zufrieden.“ Der direkte Vergleich zwischen Nachwuchs-Mehrkämpfern und den Männern hinkt im übrigen ein wenig, da die Männer über höhere Hürden starten und schwerere Kugeln stoßen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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