Piloten lenken ein

 Diesen Montagetisch benötigen die „Thermikschnüffler“ nach eigener Aussage sehr dringend – sie mussten ihn aber wieder abbauen. Foto: Verein  Auch diese ungenehmigte Eingangspforte musste der Verein wieder abbauen. Foto: Verein
  • Diesen Montagetisch benötigen die „Thermikschnüffler“ nach eigener Aussage sehr dringend – sie mussten ihn aber wieder abbauen. Foto: Verein Auch diese ungenehmigte Eingangspforte musste der Verein wieder abbauen. Foto: Verein
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js - Als Verlierer sieht der Ferndorfer Martin Herling seinen kleinen Verein „Die Thermikschnüffler“. „Wir geben uns geschlagen“, sagt der Vorsitzende des Modellflugclubs, nachdem der Kreuztaler Infrastrukturausschuss dem Vereinswunsch nach einer Ausweitung seiner Genehmigung jetzt eine Abfuhr erteilt hat. Wie berichtet, hatten die „Thermikschnüffler“ erst im vergangenen Jahr ihr bis dahin geduldetes Hobby im Landschaftsschutzgebiet auf rechtlich gesicherte Füße gestellt. Um die notwendige Starterlaubnis auf ihren gepachteten Wiesenflächen zu erhalten, schlossen sich die Ferndorfer dem Dachverband der Modellflieger an und wurden ein eingetragener Verein.

Als Martin Herling im vergangenen Jahr seine Aktivitäten in der SZ vorstellte, beflügelte das seine Hobbygemeinschaft. Sponsorengelder flossen in erstaunlichen Beträgen. Zahlreiche Jugendliche meldeten sich und bekundeten ihr Interesse an einer Mitgliedschaft im Verein und daran, dort den Modellflug zu erlernen. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, berichtet Herling. Immerhin 15 junge Flugbegeisterte blieben schließlich hängen bei den „Thermikschnüfflern“. Hinzu kamen Kooperationen mit der CVJM-Gruppe Fellinghausen und dem Verein Invema, der in Ferndorf zwei körperbehinderten Jugendlichen den Zugang zum Modellflug ermöglichen wollte.

Diese Kooperationen hat Herling nach dem negativen politischen Votum aufgekündigt. „Wir können die Verantwortung nicht übernehmen“, meint der Vereinsvorsitzende mit Blick auf die fehlende Infrastruktur des Modellfluggeländes. Wie berichtet, wollten die „Thermikschnüffler“ eine Holzhütte aufstellen und nachträglich die Genehmigung für eine Pforte und einen Montagetisch erhalten. Ohne die Hütte sei es dem Verein nicht möglich, seine eigens für die Jugendarbeit angeschafften Modellflieger samt Fernbedienung unterzustellen. Auch einen Regenunterstand halten die Hobbypiloten für wichtig.

Dass sie für eine Eingangspforte und den Tisch eine Baugenehmigung hätten vorweisen müssen, sei ihnen nicht bewusst gewesen, erklärt Herling, dessen Verein eine Geldbuße von 100 Euro auferlegt bekam und zum Abbau der beiden Bauwerke gezwungen wurde. „Für den Tisch werden wir aber weiter kämpfen“, betont der Vereinsgründer. Dieser sei mit einer Größe von 7 mal 2 Meter noch sehr klein und ausgesprochen wichtig für die Ausübung des Hobbys.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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