Plötzlich klingelte das Telefon

 Gäste können im Landgasthof „Wittgensteiner Schweiz“ endlich wieder telefonisch oder per E-Mail reservieren, denn nach einigem Hickhack ist die Störung der Telefonleitung endlich behoben. Foto: Nicole Klappert
  • Gäste können im Landgasthof „Wittgensteiner Schweiz“ endlich wieder telefonisch oder per E-Mail reservieren, denn nach einigem Hickhack ist die Störung der Telefonleitung endlich behoben. Foto: Nicole Klappert
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

bw - Der bekannte Max-Raabe-Titel „Kein Schwein ruft mich an“ dürfte der Familie Feige von Hof Teiche in den vergangenen Wochen das ein oder andere Mal in den Sinn gekommen sein. Denn wie die Siegener Zeitung exklusiv berichtete, war die Leitung im Landgasthof „Wittgensteiner Schweiz“ seit dem 22. Dezember tot. Weder per Telefon noch per Internet war das Gasthaus zu erreichen. Am Dienstag indes dürften den Mitgliedern der Familie die Kinnladen runtergeklappt sein, als plötzlich das Telefon klingelte. „Das war schon überraschend“, berichtete Thomas Feige, Sohn von Gastwirt Herbert Feige, der Siegener Zeitung.

Nun ist die Telefonleitung also wieder frei – nur weiß niemand so recht, weshalb es überhaupt zur Störung gekommen ist. „Es kann nicht viel gewesen sein“, ist sich Thomas Feige sicher, schließlich sei kein Techniker im Haus gewesen und gemeldet habe sich auch niemand. „Wir hätten schon gerne gewusst, woran es denn gelegen hat.“ Thomas Feige erzählte der SZ noch einmal den gesamten Ablauf dieser nun doch nicht unendlichen Geschichte. Am 22. Oktober habe der Telefonanbieter 1&1 mitgeteilt, dass es am 10. Dezember zu der Modernisierung der DSL-Leitung kommen werde. Dabei könne es zu einer Unterbrechung des DSL von bis zu einer Stunde kommen. Tatsächlich dauerte die Störung jedoch fünf Tage und wurde erst auf Beschwerde hin behoben.

Allerdings kam es am 22. Dezember zu einer erneuten Unterbrechung der Telefonleitung. Ein Telekomtechniker prüfte an Heiligabend die Leitung, das Problem müsse jedoch von einem Bautrupp behoben werden, erfuhr die Familie Feige. Bis zum 5. Januar gab es freilich keine neuen Informationen, trotz mehrerer Nachfragen beim Telefon- und Internetanbieter. Nun sei erneut ein Termin mit einem Telekomtechniker für den 7. Januar vereinbart worden. Die Familie Feige wartete an diesem Tag vergeblich auf den Fachmann. Wieder verstrich ein Wochenende ohne Telefon und Internet. Dabei ist das sonntägliche Mittagsbüfett besonders wichtig für den Umsatz des Landgasthofs. „In der Regel haben wir 60 bis 70 Gäste, aber am vergangenen Sonntag waren es nur 30“, erklärte Thomas Feige. Viele Stammgäste hätten ihm berichtet, dass sie es ein ums andere Mal probiert hätten, aber nicht durchgekommen seien. „Klar, dann haben sie woanders reserviert.“

Schließlich erfuhr die Familie Feige am Dienstag, dass sie einige Tage vorher einen Termin für den Besuch eines Technikers vereinbart habe. „Nicht über uns“, meinte Thomas Feige. Der Techniker sei auch wiederum nicht zu ihnen ins Haus gekommen, doch kurz vor Mittag rief ein Stammgast an. „Nur dadurch wurden wir überhaupt darauf aufmerksam. Wir haben bis heute absolut keine Information seitens des Netzanbieters über die Beseitigung der Störung bekommen. Das waren also 22 Tage ohne Telefon und Internet.“

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