Polizei schießt auf Randalierer im Berliner Dom

Berlin (dpa) - Im Berliner Dom hat die Polizei am Sonntagnachmittag nach eigenen Angaben auf einen randalierenden Mann geschossen. Das teilte sie über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er sei an den Beinen verletzt worden.

Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 53 Jahre alten Österreicher. Er habe mit einem Messer hantiert und sich aggressiv verhalten, hieß es. Das Kirchenpersonal habe die Polizei verständigt, sagte Sprecher Winfrid Wenzel. Rund 100 Menschen seien daraufhin am Nachmittag aus der Kirche in Sicherheit gebracht worden.

Als die Polizei auf den Mann schoss, war der Dom laut Wenzel geräumt. Bei dem Einsatz wurden sowohl der Österreicher als auch ein Polizist schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Auch der Beamte wurde demzufolge von einem Polizei-Projektil gestroffen. Beide seien im Krankenhaus. Es ermittle die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes. Einen terroristischen Hintergrund gebe es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht.

Die Berliner Staatsanwaltschaft war zunächst noch nicht informiert, wie ihr Sprecher Martin Steltner der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zeugen des Geschehens wurden zur psychologischen Betreuung weggebracht.

Der Berliner Dom liegt auf der historischen Museumsinsel mitten in Berlin - und unweit des Alexanderplatzes. Besonders sonntags sind dort viele Touristen und Gäste unterwegs. Der für 18.00 Uhr angesetzte Gottesdienst wurde abgesagt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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