Praktikanten im Apollo schnitten Opern-Obst

Haben als Praktikanten im Siegener Theater einen abwechslungsreichen Job: Luca Di Biase (oben) und Jonas Volprecht.  Foto: Apollo-Theater Siegen
  • Haben als Praktikanten im Siegener Theater einen abwechslungsreichen Job: Luca Di Biase (oben) und Jonas Volprecht. Foto: Apollo-Theater Siegen
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sz Siegen. „Wir brauchen alle Chorkostüme in zehn Minuten zur Anprobe im oberen Seitenfoyer. Luca, fasst du da mal mit an?“ Klar fasst Luca mit an; der 16-jährige Schülerpraktikant hat Spaß an der Arbeit. Zwei Wochen lang ist Luca Di Biase, der Zehntklässler vom Evangelischen Gymnasium Siegen, in allen Ecken des Apollo-Theaters unterwegs. Meistens zusammen mit dem ein Jahr jüngeren Jonas Volprecht vom Peter-Paul-Rubens-Gymnasium. Auch der macht gerade ein Orientierungspraktikum im Siegener Theater.

„Das Schönste ist, dass wir jeden Tag andere Aufgaben haben“, stellen beide Jugendlichen fest. „Wir haben zum Beispiel das ganze Obst geschnitten, das bei der Oper ,Dido & Aeneas‘ im ersten Akt für das Buffet gebraucht wird“, berichtet Jonas. Und Luca ergänzt: „Die 60 Zeitungen, die im letzten Akt vom Chor zerrissen werden, haben wir nachmittags alle mit der Schlagzeile ,Shame On You’ beklebt.“

Auch das Aufräumen im Theaterlager am Effertsufer, das tägliche Gießen der Blumen im Theaterfoyer oder das Müll-Wegräumen macht ihnen nichts aus. „Wir hätten nie gedacht, dass so viel Arbeit dahinter steckt, damit eine Aufführung funktioniert und das Theater läuft“, sagen beide. „Gut ist, dass wir hier mit jedem sprechen und jede Frage stellen können. Theaterleute sind ziemlich nett.“

Praktikantenstellen im Siegener Theater sind laut Apollo-Pressemitteilung heiß begehrt – vor allem auch deshalb, weil sie mitunter zu wesentlich mehr führen können. Dennis Daniel zum Beispiel, der an der Siegener Uni studiert, hat im Apollo inzwischen einen festen Job als Regieassistent. Seine Kommilitonin Inga Ziegert fing mit einem Praktikum an, arbeitete bald stunden-, dann wochen-, dann monatsweise im Apollo mit. Ihre Bachelorarbeit schrieb sie über die Siegener Biennale 2009, bei der sie zum Organisationsteam gehört hat. Dafür bekam sie nicht nur eine glatte Eins, sondern wurde außerdem mit dem Studienpreis des Kreises Siegen-Wittgenstein ausgezeichnet.

Luca und Jonas könnten sich nach diesen Praktikumserfahrungen durchaus vorstellen, später einen Beruf im Theaterumfeld anzustreben. „Aber nix auf der Bühne“, sagt Jonas, „da hätte ich garantiert Lampenfieber. Besser Beleuchtungsmeister oder so.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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