Preis für Siegerlandhalle

So sehen Sieger auf dem Catwalk aus (v. l.): Martin Reißner, Technischer Leiter der Siegerlandhalle, Hallendirektor Friedrich Schmitt, Technik-Anbieter Heinz Siller von der Fa. Cast, Bürgermeister Steffen Mues, Kämmerer Reinhold Baumeister und stellv. Hallendirektor Paul-Hermann Prinz.  Foto: H. Bäumer
  • So sehen Sieger auf dem Catwalk aus (v. l.): Martin Reißner, Technischer Leiter der Siegerlandhalle, Hallendirektor Friedrich Schmitt, Technik-Anbieter Heinz Siller von der Fa. Cast, Bürgermeister Steffen Mues, Kämmerer Reinhold Baumeister und stellv. Hallendirektor Paul-Hermann Prinz. Foto: H. Bäumer
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sz Siegen. Auf der Fachmesse „Prolight + Sound“, die vom 1. bis 4. April in der Messe Frankfurt stattfand, wurde zum sechsten Mal der „Sinus-Systems Integration Award“ verliehen. Ziel dieses Preises ist es, die Kreativität von planerischer Leistung und deren Umsetzung bei der Bewältigung komplexer Systeme zu würdigen. Die Fachmesse „Prolight + Sound“ ist die größte internationale Fachmesse für Audio-, Licht-, Veranstaltungs- und Kommunikationstechnik weltweit.

Gemeinsame Preisträger der Kategorie Venue sind in diesem Jahr Heinz Siller, Geschäftsführer der Fa. Cast C. ADOLPH & RST Distribution GmbH aus Hagen, sowie Martin Reißner, Technischer Leiter der Siegerlandhalle, für den von ihnen verantworteten Technik-Einsatz beim Umbau und der Modernisierung der Siegerlandhalle 2006/2007. Die Wahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, die sich zusammensetzt aus Mitgliedern des Verbandes für professionelle Licht-, Ton- und Veranstaltungstechnik (VLPT) und des Europäischen Verbandes für Veranstaltungs-Centren (EVVC) sowie Vertretern der Fachpresse und der Messe Frankfurt.

Die Begründung für die Preisvergabe in 2009 aus Sicht der Jury basierte auf der Frage „Wie mache ich mehr aus meiner Halle?“. Eine Fragestellung, die landauf, landab Hallenbetreiber, Stadträte und Techniker immer wieder umtreibt. Der Technische Leiter der Siegerlandhalle, Martin Reißner, und der Technik-Anbieter Heinz Siller von der Fa. Cast haben im Rahmen der Planungen für die Modernisierung und Erweiterung der Siegerlandhalle eine imponierende Antwort gefunden. Die Aufgabe bestand darin, eine Lösung zu finden, um die komplette Hallenfläche für die verschiedenen Anforderungen innerhalb kürzester Zeit ausleuchten, beschallen und bühnentechnisch mit Kettenzügen und Vorhängen bestücken zu können. Reißner und Siller entschieden sich für die Installation eines an den Raum angepassten Catwalk-Systems, das einen Zugang zu den verschiedenen Bereichen der Halle erlaubt und gleichzeitig die Nutzung aller Punkte für Veranstaltungs- und Hallentechnik ermöglicht. Auf einer Grundfläche von 40 x 36 Metern verläuft dieses Gang-System unterhalb der Hallendecke mit einer Gesamtlänge von 200 Metern. Dabei dient die Konstruktion nicht nur als Beleuchterbrücke, sondern auch als Träger eines fest installierten Vorhangschienensystems im Bühnenbereich. Zudem wird die Konstruktion aus Stahl und Aluminium als Anschlag zweier Rohrwellenzüge mit je 500 Kilogramm Lastaufnahme verwendet. Das Ergebnis überzeugt jeden Tag aufs Neue. So lassen sich nun alle Hängepunkte ohne Steiger oder Leiter erreichen, und alle Kabel und Leitungen liegen aufgeräumt in der Kabelführung des Catwalks. Ordnung statt Stolperfallen – das bringt nicht nur einen Sicherheitsgewinn, das bringt auch Tempo und Flexibilität. Die Jury hat das Projekt vorgeschlagen, weil sie überzeugt ist, dass da eine Halle durch Planung und exakte Arbeit die eigene Wirtschaftlichkeit enorm verbessert hat, ohne dabei auf ein unbegrenztes Budget zurückgreifen zu können. Aus Sicht des Technischen Leiters, Martin Reißner, löst die Installation des Catwalks-Systems einschließlich der Bühnentechnik auf einen Schlag viele alltägliche Probleme, die in der Vergangenheit aufwendig bewerkstelligt werden mussten.

Die Preisverleihung erfolgte in der Galleria der Messe Frankfurt vor rund 1000 Gästen aus der Veranstalterbranche und wurde auch visuell durch Darstellung der Siegerlandhalle und der entsprechenden Einrichtungen untermalt. Für die Siegerlandhalle und die Stadt Siegen ist die Preisverleihung eine Bestätigung der Richtigkeit, Ausgewogenheit und Weitsicht der erfolgten Modernisierungsmaßnahme im Jahre 2006/2007 und zeigt, dass auch mit einem fest begrenzten Budgetrahmen qualitativ hochwertige und wirtschaftlich nachhaltige Maßnahmen umsetzbar sind.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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