Probe-Bohrungen verunsichern Bürger

 Auch dieser Teich im Nordosten von Altenwenden präsentiert sich nach einer Probe-Bohrung milchig-weiß. Die Bürger sind ob der Vorgänge verunsichert und kritisieren die fehlenden Informationen des Unternehmens. Foto: hobö
  • Auch dieser Teich im Nordosten von Altenwenden präsentiert sich nach einer Probe-Bohrung milchig-weiß. Die Bürger sind ob der Vorgänge verunsichert und kritisieren die fehlenden Informationen des Unternehmens. Foto: hobö
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hobö -  Aufgrund eines Schreibens von Hildegund Hennrichs, der SPD-Kreistagsabgeordneten aus Schönau, erfuhr die Spitze der Wendener Gemeindeverwaltung erst am Montag dieser Woche von Probe-Bohrungen, mit denen die Qualität und Quantität des vorhandenen Wassers getestet wird. Schon länger weiß indes der Kreis Olpe von den Unternehmungen, denn dort hat die Brauerei fünf dieser Probe-Bohrungen angezeigt, wie der Pressesprecher des Kreises, Hans-Werner Voß, gestern auf Anfrage der SZ bestätigte. „Die Bohrungen sind mit uns abgestimmt und werden von uns formell und materiell begleitet. Kollegen sind häufig vor Ort.“

Die Bohrungen dienten dazu, zu prüfen, ob der Betrieb von Wasserbrunnen möglich sei. Wenn dem so sei, führte Voß ferner aus, könne die Brauerei aber nicht einfach einen Brunnen bauen, sondern müsse einen entsprechenden Antrag stellen. In dem folgenden Genehmigungsverfahren wäre unter anderem eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung vonnöten, so Hans-Werner Voß. Bei diesen Prüfungen seien beispielsweise die Wasserrechte von Schönau und Altenwenden eindeutig zu berücksichtigen.

Nachdem die Gemeinde von den Bohrungen erfuhr, hatte sich die Verwaltungsspitze umgehend mit dem Kreis Olpe als Untere Wasserbehörde in Verbindung gesetzt.

Auf die Frage von Hildegund Hennrichs, warum die Brauerei zusätzliche Brunnen haben müsse, antwortete Markus Hohmann, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Wendener Rathaus: „Ich vermute, der trockene Sommer hat denen auch zu denken aufgegeben.“ „Wir sind aber über die tatsächlichen Gründe nicht informiert worden“, ergänzte Bürgermeister Bernd Clemens.

Auf Rückfrage beim Kreis Olpe erklärte Pressesprecher Voß gestern, dass der Unternehmer, der die Bohrungen durchführe, erklärt habe, zu nah an einem Gewässer gebohrt zu haben. Für die Bohrungen habe man einen Mindestabstand von fünf Metern einhalten müssen, was nicht passiert sei. Dies sei ursächlich für die „Eintrübung“ des Bachs und darunterliegender Teiche.

Die SZ mailte einen „Katalog“ von sechs Fragen an das Unternehmen, woraufhin Peter Lemm, Leiter Unternehmenskommunikation der Krombacher Brauerei, per E-Mail mitteilte: „Wir können bestätigen, dass wir vier durch die Untere Wasserbehörde des Kreises Olpe genehmigte Probebohrungen beauftragt haben. Vor den Bohraufnahmen wurde die Untere Wasserbehörde nochmals schriftlich informiert. Bei einer Sondierungs-Bohrung hat sich austretendes Wasser mit dem hiesigen Gestein (sogenannter Bohrabrieb) vermischt und ist in den Vorfluter gelangt. Dies führte zu einer Trübung. Wir hatten die Besitzer der Teiche hierüber direkt informiert. Aktuell stehen wir mit ihnen weiter in Kontakt. Uns sind keine Beschwerden von den Besitzern angezeigt worden.“

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