Rektor der Universität Siegen kann weitermachen
Prof. Burckhart wiedergewählt

Gruppenbild mit Dame: Martin Herchenröder (l.), Dagmar Schulze-Lange und Stephan Habscheid sowie Arndt Kirchhoff (r.) nahmen den "neuen alten" Rektor der heimischen Hochschule - Prof. Holger Burckhart - in die Mitte.
  • Gruppenbild mit Dame: Martin Herchenröder (l.), Dagmar Schulze-Lange und Stephan Habscheid sowie Arndt Kirchhoff (r.) nahmen den "neuen alten" Rektor der heimischen Hochschule - Prof. Holger Burckhart - in die Mitte.
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ch/sz Siegen/Weidenau. Die Segel können gesetzt werden, das Schiff mit 20.000 Studenten kann wieder volle Fahrt aufnehmen: Der Kapitän bleibt an Bord der heimischen Hochschule. Am Montag wählte die Hochschulwahlversammlung Prof. Holger Burckhart für weitere vier Jahre zum Rektor der Universität Siegen. Um 15.17 Uhr hatte der Vorsitzende der Versammlung bzw. des Hochschulrats, Unternehmer und NRW-Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff, den Wahlgang eröffnet. Wenige Minuten später stand das Ergebnis fest: Der passionierte Segelsportler Burckhart, der für eine dritte Amtszeit kandidiert hatte, wurde im Artur-Woll-Haus mit 39 von 48 Stimmen im Amt bestätigt.

Zweiter Anlauf

Dabei war  Burckhart in der ersten Runde gar nicht angetreten. Die Stelle des Rektors war nach der ergebnislosen Wahl vom 20. Dezember 2018, an der nicht Burckhart, sondern drei andere Kandidaten teilgenommen hatten, neu ausgeschrieben worden. Damit musste ein neues Auswahlverfahren in Gang gesetzt werden; am Ende gab es nur einen Kandidaten: den Amtsinhaber.

Weichen für die Zeit nach 2025 stellen

Der präsentierte sich am Montag im Vorfeld der Wahl bei einer öffentlichen Vorstellungs- und Frage-Antwort-Runde professionell, prägnant und brachte sein Programm für die kommenden Jahre auf den Punkt. Es gehe darum, die Weichen so zu stellen, dass sich die Uni Siegen auch über das Jahr 2025 hinaus im nationalen und internationalen Wettbewerb behaupten könne, erklärte Burckhart. Die äußeren Rahmenbedingungen würden dabei auf Europa- und Bundesebene gestellt: unter anderem durch Bologna 2020, die Exzellenzstrategie 2019, sowie die im Frühjahr verabschiedeten Pakte zur Hochschulfinanzierung (Hochschulpakt IV, Qualitätspakt Lehre, Pakt für Forschung und Innovation).

Forschungsstärke weiterentwickeln

In diesem Kontext gelte es, die Hochschule in ihrer Forschungsstärke weiterzuentwickeln. Studium und Lehre müssten sich noch stärker an den gesellschaftlichen Herausforderungen sowie den individuellen Bedürfnissen der Lernenden orientieren, erklärte Burckhart weiter. Die Verbundenheit der Universität mit der Region spiele dabei auch künftig eine wichtige Rolle: „Südwestfalen bietet ein großes Potenzial, aus dem wir auch in Zukunft schöpfen möchten. Gleichzeitig übernimmt die Universität verstärkt gesellschaftliche Verantwortung, indem sie konkrete Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit entwickelt und gemeinsam mit der Region erprobt. Die Digitalisierung in der Industrie und die ärztliche Versorgung auf dem Land sind dafür nur zwei Beispiele.“

Umzug forcieren

Insgesamt acht Handlungsfelder hat Burckhart für die Entwicklung der Universität in den kommenden Jahren definiert – angefangen bei einer fokussierten, auf Exzellenz ausgerichteten Forschung, über die vollständige Etablierung einer universitätsweiten Qualitätskultur bis hin zur baulichen Entwicklung, die als wesentliche Meilensteine den Umzug zweier weiterer Fakultäten in die Siegener Innenstadt und die Kernsanierung und den Ausbau des Adolf-Reichwein-Campus beinhaltet. Dabei vergaß er auch nicht, an eines seiner früheren Ziele zu erinnern: Burckhart hat seit Längerem im Sinn, die Hochschule mittels Jura-Fakultät zur sog. Volluniversität zu machen.

Hochschule als "sozialer Lebensraum"

Zwei weitere Themenfelder möchte Burckhart darüber hinaus universitätsweit vorantreiben: Diversität, Gleichstellung und Internationalität auf der einen, sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz auf der anderen Seite. „Ich möchte unsere Universität als Ort wissenschaftlicher Expertise, aber auch als sozialen Lebensraum gestalten. Dabei soll sie kein Elfenbeinturm sein, sondern Motor des gesamtgesellschaftlichen Wohlergehens“, sagte Burckhart.

Fünf neue Ressorts

Insgesamt kündigte der "neue alte" Rektor an, mit Blick auf das skizzierte inhaltliche Programm, aber auch hinsichtlich der Strukturen, "mehr Andersartigkeit" zuzulassen. So soll auch das Rektorat neu zugeschnitten bzw. in die fünf Ressorts "Bildung", "Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs", "Ressourcen und Governance", "Digitalisierung und Technologietransfer" sowie "Internationales und ,life long learnning'" umgewandelt werden. "Nach zehn Jahren gilt es, neue Wege zu beschreiten", kündigte Burckhart an.

Burckhart ist seit Oktober 2009 Rektor der heimischen Hochschule. Nach einer erfolgreichen ersten Amtszeit bestätigten Senat und Hochschulrat ihn im September 2014 im Amt; diese zweite Amtszeit läuft bis Ende September.  Burckharts dritte Amtszeit endet dann im September 2023.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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