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Dank Ehrenamt zur E-Mobilität
Projekt "Social Coin" geht an den Start

Das Projekt "Social Coin" funktioniert so: Wer 20, 50 oder Punkte durch sein Ehrenamt erworben hat, der kann dafür stundenweise ein E-Auto, ein E-Bike oder ein E-Mofa kostenfrei ausleihen.
  • Das Projekt "Social Coin" funktioniert so: Wer 20, 50 oder Punkte durch sein Ehrenamt erworben hat, der kann dafür stundenweise ein E-Auto, ein E-Bike oder ein E-Mofa kostenfrei ausleihen.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mir Siegen/Achenbach. „SoCo“ kann vieles bedeuten, im Heimatverein Achenbach steht das Kürzel neuerdings für „Social Coin“. Die Bezeichnung ist zustande gekommen im vergangenen Jahr im Rahmen eines Namenswettbewerbs gemeinsam mit NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach. Der Startschuss zum Projekt „Social Coin“ sollte längst gefallen sein, wegen der Corona-Pandemie musste alles auf Freitagabend, 18 Uhr, verschoben werden.
E-Mobilität für EhrenamtWas steckt dahinter? Wer sich ehrenamtlich über dieses Projekt engagiert und etwas leistet, der wird mit E-Mobilität belohnt. Vier Stunden im Tierheim helfen oder einem Seniorenehepaar den Haushalt putzen, das kann mit Punkten beim „Social Coin“ entlohnt werden. Auch Wäsche sortieren für Bedürftige wäre eine ehrenamtliche Leistung.

mir Siegen/Achenbach. „SoCo“ kann vieles bedeuten, im Heimatverein Achenbach steht das Kürzel neuerdings für „Social Coin“. Die Bezeichnung ist zustande gekommen im vergangenen Jahr im Rahmen eines Namenswettbewerbs gemeinsam mit NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach. Der Startschuss zum Projekt „Social Coin“ sollte längst gefallen sein, wegen der Corona-Pandemie musste alles auf Freitagabend, 18 Uhr, verschoben werden.

E-Mobilität für Ehrenamt

Was steckt dahinter? Wer sich ehrenamtlich über dieses Projekt engagiert und etwas leistet, der wird mit E-Mobilität belohnt. Vier Stunden im Tierheim helfen oder einem Seniorenehepaar den Haushalt putzen, das kann mit Punkten beim „Social Coin“ entlohnt werden. Auch Wäsche sortieren für Bedürftige wäre eine ehrenamtliche Leistung. Oder das Wohnzimmer anstreichen bei älteren Herrschaften, die sich schon lange nicht mehr auf eine Leiter trauen und einen Handwerker nicht bezahlen können. Unzählige weitere Tätigkeiten im Ehrenamt sind denkbar.

Achenbach, Heidenberg, Fischbacherberg

Vor allem junge Leute will der Heimatverein Achenbach gezielt ansprechen. Aber grundsätzlich können Menschen aller Altersgruppen mitmachen. Alle zu leistenden Aufgaben bzw. Dienste sollten etwas mit dem Bezirk Achenbach/Heidenberg/Fischbacherberg zu tun haben.
Was ist der Lohn? Wer 20, 50 oder Punkte durch seine Leistungen erworben hat, der kann dafür stundenweise ein E-Auto, für zwei Stunden ein E-Bike oder ein E-Mofa kostenfrei ausleihen. Die genauen Tarife stehen noch nicht fest, das muss alles noch ausgeklügelt werden. Alles einzulösen beim Heimatverein Achenbach.

"Social Coin" im Internet

Wie das genau funktioniert, das können Interessierte in der Testphase erfahren. Die hat am Freitag um 18 Uhr begonnen und wird bis zum 20. September andauern. Wer mitmachen will, der kann sich anmelden: social-coin-siegen.de.
In einem kurzen Video wird alles Wesentliche erklärt. Wichtig: Wer den Anmeldebogen im Netz ausfüllt, der bekommt die ersten zehn Punkte gutgeschrieben. Heißt, jede lohnenswerte Aktivität wird belohnt.
Valentin Seehausen (Universität Siegen) ist der eigentliche Macher dahinter. Er begleitet das Vorhaben von der Forschungsseite, seine Disziplin ist die „plurale Ökonomie“. Eingebettet ist sein Vorhaben in das kürzlich vorgestellte Mega-Projekt Reallabor, ganz Achenbach befindet sich im Analyse-Tool der universitären Akteure.

Arbeitslose helfen mit

Rund 40.000 Euro stehen für das Projekt bereit. Geld aus entsprechenden EU-Fördertöpfen. Günter Langer als Vorsitzender des Heimatvereins sieht noch einen weiteren Vorteil in dem Projekt: „Die Pflege der auszuleihenden Geräte passiert mit Hilfe von Langzeitarbeitslosen, die aus dem Stadtteil kommen.“
Grundsätzlich verspricht sich Langer einiges von dem neuen Projekt. Vor allem aber viele aktive Mitmacher: „Die Leute müssen mit Herzblut dahinterstehen, das ist wichtig.“

E-Mobilität erarbeiten

Am Freitag meldeten sich sogleich zwei jugendliche Brüder an. Sie wollen gerne mitmachen. Und nach der Präsentation machten sich Langer und seine Leute auf den Weg zu zwei älteren Damen am Witschert: „Die können sich kein eigenes Auto mehr leisten, wollen aber unbedingt ehrenamtlich mitmachen bei dem Projekt und sich stundenweise E-Mobilität erarbeiten.“
Neben Günter Langer gehört mit Michael Groß noch ein zweiter Siegener Politiker zu den Befürwortern des Projekts: „Im Grunde ist dies eine Art Car-Sharing, das wir in Siegen ja noch nicht kennenlernen durften. Diese Aktion wird uns neue Erfahrungen bringen, von denen wir profitieren können.“

Teilhabe auch ohne Geld

Für Günter Langer stehen hinter dem Projekt noch viele weitere Positivpunkte. Schon der Kauf eines E-Bikes überfordert so manche Menschen am Heidenberg oder dem Fischbacherberg in finanzieller Hinsicht. „Nicht der Geldbeutel soll entscheiden über die Teilhabe an der E-Mobilität“, erklärt er. Auch die Hauptschule Achenbach hat er bewusst mit ins Boot geholt, um die jungen Leute dort zu aktivieren.
Michael Groß findet Gefallen am Heimatverein: „Früher verband mal alles Mögliche damit, heute ist zum Beispiel der Heimatverein Achenbach ein Vorreiter in vielen Dingen des alltäglichen Lebens.“

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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