Protest gegen Eis-Umleitung

Eiserner Vereine machen gegen Autobahn-Pläne mobil

sz Eisern. Mit Unverständnis und Ratlosigkeit haben die Arbeitsgemeinschaft Eiserner Vereine und mit ihr die Eiserner Bürger von der Absicht des Regierungspräsidiums in Arnsberg und des Landesbetriebs Straßenbau Kenntnis genommen, bei extremen Witterungslagen den Verkehr von der BAB 45 abzuleiten und auf die Landstraßen in die engen Täler und damit auch durch Eisern zu schicken. »Es ist einfach unglaublich«, heißt es in einer Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Eiserner Vereine. Da kämen Regierungspräsidium (Autobahnpolizei) und Landesbetrieb Straßenbau ihren Pflichten offenbar nicht oder nur unvollständig nach, und nun solle die durch die Autobahn bis an die Grenzen der Belastbarkeit belästigte Bevölkerung durch zusätzlichen Straßenverkehr noch weiter belastet werden.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Eiserner Vereine stellten sich die Frage, wann der Landesbetrieb Straßenbau endlich seinen Verpflichtungen im Winterdienst richtig nachkommen wolle. In den offiziellen Pressemitteilungen finde sich kein Wort über Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Verhinderung der vielen schweren Unfälle zwischen Wilnsdorf und Siegen, die regelmäßig zu Staus, Vollsperrungen und Verkehrsableitungen in die anliegenden Dörfer führten. Warum habe der Landesbetrieb Straßenbau durch sein Autobahnamt bisher nicht darauf reagiert und Geschwindigkeitsbeschränkungen in diesem Streckenabschnitt sowie Überholverbote für Lkw in den zweispurigen Bereichen und an den Gefällstrecken angeordnet?

Beim Landesbetrieb Straßenbau sei nur wichtig, dass der Verkehr bei Behinderungen von der Autobahn gebracht werde und das selbst bei extremen Witterungslagen, als ob es in den umliegenden Orten nicht auch schneien würde, wettern die Vereine. Dazu komme noch, dass der Landesbetrieb in den vergangenen Jahren gerade auf den Landes- und Kreisstraßen seine Winterdienstaktivitäten mehr und mehr zurückgefahren habe. Es sei den Verantwortlichen dort offensichtlich egal, ob die Bewohner in Eisern und den anderen Orten im Verkehr erstickten, denn Vorschläge der Arbeitsgemeinschaft zur Änderung der Zielbeschilderung auf der Bundesautobahn und einigen Landstraßen wurden in der letzten Bürgerversammlung durch den Vertreter des Landesbetriebs mit nicht nachvollziehbaren Argumenten und dem Verstecken hinter Zuständigkeitsfragen zurückgewiesen.

Die Autobahnpolizei verhalte sich da ähnlich. Bisher seien keine großen Aktivitäten zur Bekämpfung der vielen Verkehrsunfälle im heimischen Autobahnabschnitt bekannt geworden. An der Gefällstrecke kurz vor Hagen sehe man mehrmals in der Woche die Geschwindigkeitsüberwachungen der Autobahnpolizeiinspektion Süd, im hiesigen Streckenabschnitt sei davon nichts zu sehen. Da sei es doch für den Dienststellenleiter im fernen Hagen einfacher, den Verkehr von der Autobahn auf die Landes- und Kreisstraßen des Siegerlandes zu drücken, um so die Unfallzahlen zu reduzieren. Die Menschen in diesem Raum seien ihm dabei offensichtlich egal. Die Vereine fragen: Gibt dies auch Raum für Personalreduzierungen auf der Wache in Freudenberg und sieht so bei der Autobahnpolizei des Regierungspräsidenten die bürgernahe Polizei aus?

Die Arbeitsgemeinschaft Eiserner Vereine will sich dies nicht gefallen lassen und in Schreiben an die Landesminister des Innern und für Verkehr, Energie und Landesplanung ihre Position deutlich machen sowie Änderungen im Konzept einfordern. Schließlich wird auch die heimische Polizei aufgefordert, zum Wohle der Anwohner tätig zu werden und diesen »Unfug der Bürokratie zu stoppen«.

Die Arbeitsgemeinschaft: »Wir wollen keinen zusätzlichen Verkehr in Eisern, denn die derzeitige Verkehrsbelastung ist ohne Staus schon viel zu hoch. Der Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau hat in der Bürgerversammlung die Verkehrsbelastung auf den Landstraßen in und um Eisern mit 20 Prozent über der vergleichbarer Straßen beschrieben. Es muss alles getan werden, um dies zu reduzieren.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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