Protest gegen Windkraft-Pläne

 278 Unterschriften hat die Bürgerinitiative Diedenshausen/Christianseck gegen einen möglichen Windenergie-Standort Große Helle zusammengetragen. Den Initiatoren waren die Aktivitäten der Firma Abo Wind in den vergangenen Monaten übel aufgestoßen, die in Form von Verträgen bereits Nägel mit Köpfen gemacht habe. Die Listen überreichte Diedenshausens Ortsvorsteher Ulrich Dienst (4.v.l.) an Bürgermeister Bernd Fuhrmann (3.v.l.). Foto: Stadt
  • 278 Unterschriften hat die Bürgerinitiative Diedenshausen/Christianseck gegen einen möglichen Windenergie-Standort Große Helle zusammengetragen. Den Initiatoren waren die Aktivitäten der Firma Abo Wind in den vergangenen Monaten übel aufgestoßen, die in Form von Verträgen bereits Nägel mit Köpfen gemacht habe. Die Listen überreichte Diedenshausens Ortsvorsteher Ulrich Dienst (4.v.l.) an Bürgermeister Bernd Fuhrmann (3.v.l.). Foto: Stadt
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sz - 278 Unterschriften aus Diedenshausen und Christianseck wurden am Mittwoch im Bad Berleburger Rathaus an Bürgermeister Bernd Fuhrmann übergeben – gegen einen möglichen Windenergie-Standort Große Helle. Die Firma Abo Wind habe bereits Vorverträge mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen, um auf der großen Helle sechs Windkraftanlagen zu errichten, obwohl dieser Bereich bislang als Windkraftzone für eine derartige Planung von der Stadt Bad Berleburg keineswegs ausgewiesen worden sei, lässt die Interessensgemeinschaft Diedenshausen/Christianseck, die sich gegen ein solches Vorhaben ausspricht, in einer Pressemitteilung verlauten.

Dies treffe zu, heißt es aus dem Rathaus. „Zurzeit befindet sich die Stadt im Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren, wird innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen die Träger öffentlicher Belange beteiligen und die Abstimmung mit der Landesplanung durchführen. Erst nach Vorliegen aller Stellungnahmen wird entschieden, welche Flächen hinsichtlich Windkonzentrationszonen überhaupt weiter verfolgt werden“, so der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Acker-Marx. „Die Tätigkeiten potenzieller Investoren – wie die der Firma Abo Wind – sind dadurch gekennzeichnet, dass das Energie-Einspeise-Gesetz ab 2017 niedrigere Einspeisevergütungen an die Investoren festlegt. Von daher versuchen mehrere Firmen im Stadtgebiet auf eigene Rechnung und eigenes Risiko, Vorverträge mit Grundstückseigentümern in potenziellen Konzentrationszonen abzuschließen. Diese Aktivitäten sind bekannt, sind aber nicht mit der Verwaltung verhandelt, können aber auch nicht von der Verwaltung verhindert werden. Falls seitens Abo Wind den Grundstückseigentümern suggeriert wird, dass jetzt schon klar ist, dass es zu einer Ausweisung im Gebiet Große Helle kommt, trifft dies nicht zu“, lautet die Position aus dem Rathaus.

Nach Informationen der Diedenshäuser und Christiansecker Dorfbevölkerung bestehen seitens Abo Wind Pläne, 200 Meter hohe Windkraftanlagen zu erstellen, die das durch Lärm unvorbelastete und unter Landschaftsschutz stehende Naherholungsgebiet belasten würden. Die Windkraftanlagen sollen, so die Insiderinformationen, mit einem Abstand von weniger als 1000 Meter zu Wohngebieten auf dem Bergrücken der Großen Helle errichtet werden. Das sei aus Sicht der Bewohner auf ebenem Terrain mindestens 1000 Meter Abstand zu wenig. Allseits zu lesen, diskutierten die Experten über einen Abstand von wenigstens zehnfacher Anlagenhöhe.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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