Provisorischer Kreiselnoch in diesem Jahr

Neuer Vorstoß in Sachen Verkehrsführung am Europaplatz

Niederschelden. Es bleibt dabei: Mit Hilfe eines Mini-Kreisverkehrs wollen Stadt- und Landesstraßenbauverwaltung die Verkehrssituation am Ende der HTS im Siegener Süden etwas erträglicher und übersichtlicher gestalten. Einem entsprechenden Vorstoß soll demnächst der zuständige Bezirksausschuss Eiserfeld seine Zustimmung geben. Den Planungen zufolge soll der Kreisel einen Durchmesser von 18,5 Metern bekommen und ein Provisorium sein (so wie die seinerzeitige Entscheidung, Bonn zur Bundeshauptstadt zu machen. Was Carlo Schmidt in seinen Memoiren zu der Aussage veranlasste, dass es gerade die Provisorien sind, die besonders lang zu halten pflegen, Anm. d. Red.). Aber mit der HTS im Siegener Süden kann das ja alles ganz anders sein, zumal dort bekanntlich alle Beteiligten wild entschlossen an einem Strang ziehen. Im Verkehrsausschuss, so ruft die Verwaltung in ihrer Vorlage in Erinnerung, wurde bereits im August 1999 vom damaligen Westfälischen Straßenbauamt (heute Landesbetrieb Straßenbau NRW – Niederlassung Siegen) ein Minikreisel zur Umgestaltung des derzeitigen Knotens am provisorischen HTS-Anschluss in der Dreisbach am Europaplatz vorgeschlagen. Mit Hilfe des Kreisels erhofft man sich auch eine Verringerung der Lärm- und Abgasimmissionen. Der Verkehr werde zwar nicht schneller durch den »Engpass« geführt, fließe aber gleichmäßiger. Weitere prognostizierte Vorteile: die Unfallhäufigkeit geht bei derartigen Lösungen meist zurück, und im konkreten Fall werde auch die Heinrich-Schütz-Straße verkehrsgerecht an den Kreisel angebunden. Die Planungen waren im Herbst 1999 im Bauausschuss positiv aufgenommen worden. Anlieger hatten in der Folge allerdings die Sorge geäußert, dass zusätzlicher Verkehr in die Höllenwaldstraße geleitet werde und das Provisorium die Verkehrsführung dauerhaft festschreiben könnte. Jetzt findet der Landesbetrieb Straßenbau, dass der Worte genug gewechselt sind, die Straßenbauer wollen endlich Asphalt sehen. Mitte Januar ging bei der Stadtverwaltung die Mitteilung ein, den Provi-Kreisel in diesem Jahr in Angriff zu nehmen zu wollen. Auch weil man sich dadurch verspricht, das Geschwindigkeitsniveau in der »Alten-Dreisbach-Straße« deutlich zu reduzieren. Jetzt muss die Kommunalpolitik abschließend Farbe bekennen, sonst dreht man sich nämlich im Kreis. sob

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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