Publikum singt Weihnachtschoräle

Drei Oratorien, Musica Antiqua Köln und mehr im neuen Programm der Ev. Kantorei

sz Siegen. Nicht nur optisch fällt das neue Jahresprogramm der Evangelischen Kantorei Siegen ins Auge. Die leuchtend grüne Farbgebung gibt den passenden Hintergrund für ein abwechslungsreiches »Innenleben«, in dem die Kantorei ihre vielfältigen Vorhaben für die kommende Saison vorstellt, heißt es in einer Mitteilung des Chores. Bereits zum zehnten Mal bildet die »Kantate zum Mitsingen«, die sich bei Sängerinnen und Sängern der Region ungebrochener Beliebtheit erfreut, am 21. September den Auftakt. Mit Johann Sebastian Bachs festlicher »Ratswahlkantate« hat Kantorin Ute Debus ein passendes Werk zum kleinen Jubiläum der Reihe ausgewählt. Infos für Interessenten gibt es unter Tel. (02734) 1657.

Einen unübersehbaren Schwerpunkt des Programms bilden die drei großen Oratorien, denen die Kantorei sich im Laufe der Saison widmen wird. Als erstes soll am 12. Oktober in der Haardter Kirche Händels »Judas Maccabäus« erklingen, ein opulentes Werk, das dem »Messias« in Klasse, aber auch in Volkstümlichkeit nahe kommt. Als Instrumentalensemble konnte das renommierte Barockorchester »L’arco« verpflichtet werden.

Bachs »Weihnachtsoratorium«, der Oratorien-Klassiker schlechthin, folgt im Dezember. Erstmals seit 1997 ist das Werk wieder von der Kantorei zu hören, verbunden mit einem absoluten Novum für unsere Region: Das Publikum hat die Möglichkeit, in die zahlreichen bekannten Weihnachtschoräle des Oratoriums mit einzustimmen. Schließlich wird im März 2004 noch Mendelssohns großes Propheten-Epos »Elias« zu hören sein. Ein gutes Stück Arbeit erwartet also die Aktiven der Kantorei, auf dessen Ergebnis man gespannt sein darf.

Auch das vor fünf Jahren von Ute Debus ins Leben gerufene Vokalensemble capella cantabilis hat sich einiges vorgenommen, heißt es in der Mitteilung. In Siegen und für den Gebrüder-Busch-Kreis in Erndtebrück soll im November Gabriel Faurés »Requiem« erklingen. Gemeinsam mit dem Klavier-Virtuosen Christoph Sobanski, Dozent an der Universität Siegen, wurde der Chor für Mai 2004 in der Reihe »Meisterliche Kammermusik« des Gebrüder-Busch-Kreises verpflichtet. Anspruchsvolle romantische Chor- und Klaviermusik erwartet dann die Zuhörer. Höhepunkt der Saison dürfte für die capella allerdings die Zusammenarbeit mit Musica Antiqua Köln im Februar nächsten Jahres sein. Reinhard Goebel selbst wird das Ensemble leiten und mit dem Programm »1704« an drei Komponisten erinnern, die in eben diesem Jahr starben.

Doch damit nicht genug. Bereits Ende Oktober wird Musica Antiqua Köln in der Nikolaikirche zu hören sein, dann mit einem Instrumentalprogramm, das dem großen deutschen Geiger und Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber gewidmet ist. Neben den fast schon legendären Interpreten Alter Musik wartet die Kantorei aber auch mit exzellent besetzten Solokonzerten auf, in denen die Musik neueren Datums den Schwerpunkt bildet. So wird Ende November das hervorragende Minguet-Streichquartett zu hören sein sowie im Januar Organist Andreas Jacob, der in diesem Wintersemester als Gastprofessor im Fach Musik an der Siegener Universität tätig ist. Beide Konzerte werden vom »Studio für Neue Musik« der Universität mitveranstaltet.

Ebenfalls im Januar werden die heimischen Solisten Johannes Monno und Arnim Klüser den Nikolai-Kirchenraum mit den zarten Klängen von Gitarre und Flöte erfüllen. Im Februar folgen die neunten »Siegener Orgelwochen«, zu denen die Kantorei ein Konzert mit dem renommierten Stuttgarter Kirchenmusikdirektor Kay Johannsen beisteuert.

Wie in den Vorjahren greift die Kantorei auch im neuen Programm oft auf im Siegerland beheimatete Ensembles und Solisten zurück. So wird die langjährige gute Zusammenarbeit mit den Blechbläserensembles pro musica sacra und pian’ e forte sowie der Camerata instrumentale Siegen fortgesetzt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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