Aktivisten machen in Siegen und Bad Laasphe Station
Radeln für den Klimaschutz

Boxten die erste Tonne in Bad Laasphe weg: Dr. Michael Bilharz, Dezernent Rainer Schmalz und die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters Margot Leukel sowie Günter Wagner (v. l.).
  • Boxten die erste Tonne in Bad Laasphe weg: Dr. Michael Bilharz, Dezernent Rainer Schmalz und die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters Margot Leukel sowie Günter Wagner (v. l.).
  • Foto: howe
  • hochgeladen von Marc Thomas

howe Bad Laasphe/Siegen. 1542 Tonnen CO² müsste die Stadt Siegen einsparen, in Bad Laasphe wären es 203 Tonnen. Dann wären die Klimawetten gewonnen. Der Verein „3 fürs Klima“ hat ein ehrgeiziges Ziel – nämlich bis zur Weltklimakonferenz am 1. November in Glasgow eine Million Tonnen CO² einzusparen.

Erreichen wollen das die Aktivisten um Dr. Michael Bilharz, genannt „Klima Michel“, auf ihrer Radtour durch ganz Deutschland. Von Dessau aus ist der Mitarbeiter im Bundesumweltamt gestartet, hat pro Tag rund 70 Kilometer zurückgelegt.

"Wir hätten ja nie gedacht,
welche Aktualität die Klimawette
und der Klimaschutz bekommen würden."

Rainer Schmalz
Dezernent Bad Laasphe

3500 Kilometer radelte der Mann bereits über das Land. Mit Bad Laasphe steuerte er am Donnerstag die 102. Stadt, im Anschluss mit Siegen die 103. an. Im Gepäck seines vollgepackten Rades: die Klimawette mit der 1 Million C0²-Tonnen-Einsparung. Dezernent Rainer Schmalz sowie die stellv. Bürgermeister Günter Wagner und Margot Leukel empfingen Dr. Michael Bilharz vor dem Rathaus, wo sie – mit Boxhandschuhen bewaffnet – symbolisch die erste Tonne CO² wegboxten. Rainer Schmalz lobte die Aktion und zog den Hut vor der Leistung der Aktivisten. „Wir hätten ja nie gedacht, welche Aktualität die Klimawette und der Klimaschutz bekommen würden.“ Das Extremwetter mit den unvorstellbaren Regenfällen hätten vor Augen geführt, welche Aufgaben sich für die Menschen in Zukunft stellen. Mit der Klimawette werde das Bewusstsein der Leute gestärkt. Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ein umweltschonender Einsatz von Ressourcen seien wichtiger denn je.

Kleine Maßnahmen können in Summe großes bewirken

„Dabei muss man nicht gleich das große Rad drehen. Auch viele kleine Maßnahmen können in Summe schon einiges bewirken.“ Die Stadtverwaltung freue sich, dass die Initiatoren auf ihrer Sommertour auch Station in der Lahnstadt gemacht hätten. Rainer Schmalz unterstützte Dr. Michael Bilharz mit einer 50-Euro-Spende – was genau zwei Tonnen CO² entspreche. Mit dem Projekt „CO²-Zertifikate“ kauft der ehrenamtliche Verein „Compensators“ sogenannte CO²-Verschmutzungsrechte auf. Kohle- und Gaskraftwerke sowie große Industriebetriebe in Europa dürfen nämlich nur so viel CO² ausstoßen, wie sie Verschmutzungsrechte haben.

Jedes gekaufte Zertifikat reduziert nun die Emissionen innerhalb Europas um eine Tonne. Was Bad Laaspher oder Siegener – am Freitag, 13. August, macht der Klima-Michel auch in Wissen Station – tun können, um klimaneutral zu werden, das verriet Dr. Michael Bilharz auch: auf Ökostrom umsteigen, ein grünes Girokonto einrichten, einen Sparduschkopf einsetzen, um Wasser einzusparen, einen Monat lang mal auf Fleisch verzichten und vegane Gerichte ausprobieren oder Car-Sharing betreiben – um nur einige Beispiele zu nennen.

In allen Städten bewegt sich was beim Klimaschutz

Wer sich für klimaneutrales Leben entscheidet, der registriert sich auf deren Internetseite. Vornehmlich wolle man aber „Stimmung verbreiten“, erläuterte Dr. Michael Bilharz. Die Bürger sollten die Herausforderung annehmen und sich gegenseitig Mut machen. Denn: „Die Hütte brennt an vielen Stellen.“ In allen Städten, die er besucht habe, geschieht etwas in Sachen Klimaschutz. „Aber die Zeit rennt uns davon.“ Dr. Michael Bilharz hat sich drei Monate Urlaub genommen. In 100 Tagen will er 200 Städte besuchen.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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