Rat steht neuem Aldi nicht im Weg

 Dem Bau eines neuen Aldi-Marktes, der etwa so aussehen könnte, auf der freien Fläche neben dem jetzigen steht seit Mittwochabend nicht mehr viel im Weg. Der Rat stimmte mit großer Mehrheit für die Pläne. Foto: Archiv
  • Dem Bau eines neuen Aldi-Marktes, der etwa so aussehen könnte, auf der freien Fläche neben dem jetzigen steht seit Mittwochabend nicht mehr viel im Weg. Der Rat stimmte mit großer Mehrheit für die Pläne. Foto: Archiv
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mac - Dem Bau eines neuen Aldi-Marktes auf der freien Fläche neben dem jetzigen steht seit Mittwochabend nicht mehr viel im Weg. Zumindest nicht der Rat der Stadt Bad Laasphe, dessen Mitglieder über den fälligen Einleitungsbeschluss abstimmten. Bei einer einzigen Gegenstimme und einer Enthaltung wurden die Inhalte der Verwaltungsvorlage abgesegnet. Einem Ratsmitglied schmeckten diese Pläne ganz und gar nicht: Wie schon im Bauausschuss Ende April votierte Martin Achatzi (CDU) gegen den Einleitungsbeschluss. Auch sprach er sich erneut entschieden gegen das Konzept des Discounters aus. „Müssen wir Aldi den Neubau, ebenso wie 200 Quadratmeter mehr erlauben? Nein!“, erklärte er vehement. In seinen Augen bestehe keine Gefahr, dass das Unternehmen in diesem Fall frustriert die Stadt verlasse. Vielmehr wolle Aldi einen Musterladen, auch wegen des Zentrallagers im Industriegebiet, bauen. „Wenn wir hier nein sagen, muss Aldi eben mit der bestehenden Fläche leben“, so der Christdemokrat.

Weiter kritisierte Achatzi, dass die Mitglieder auf Basis des vom Rat beschlossenen Einzelhandelkonzeptes den Plänen im Grunde gar nicht zustimmen dürften. So sei beispielsweise darin festgelegt worden, dass bei Neuplanungen von Nahversorgungseinrichtungen etwa die fußläufige Erreichbarkeit ein wesentliches Bewertungskriterium sein müsse. Der zentrale Einkaufsort in Bad Laasphe sei die Innenstadt bzw. Altstadt, heißt im Konzept es weiter. „Faktisch handelt es sich dabei um einen Neubau, somit müssen wir diesen auf die in Innenstadtnähe gelegenen Fläche lenken“, erläuterte Martin Achatzi.

Die anderen Ratsmitglieder ließen sich jedoch nicht von den flammenden Worten Achatzis gegen einen Aldi-Markt im Gewerbegebiet Stockwiese beeinflussen. „Es ist nicht notwendig, seinem Ansinnen zu folgen“, sagte Nils Wacker (SPD). Und Anne Bade (Bündnis 90/Grüne) wies darauf hin, dass der neue Nahversorger lediglich ein Kofferraumgeschäft sei – und somit nicht zwangsläufig als „Magnetbetrieb“ für die Innenstadt funktionieren müsse. Die für einen solchen Markt erforderliche großräumige Parkplatzfläche sei außerdem in der Bad Laaspher Innenstadt nicht realisierbar.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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