Ratten an Siegens neuen Ufern

 Stattliche Wanderratten kann man zurzeit an den Ufertreppen der Sieg beobachten. Beste Möglichkeiten bieten sich von der Oberstadtbrücke aus. Von dort kann man mit etwas Glück sogar mehrere Tiere gleichzeitig sehen. Foto: Dirk Manderbach
  • Stattliche Wanderratten kann man zurzeit an den Ufertreppen der Sieg beobachten. Beste Möglichkeiten bieten sich von der Oberstadtbrücke aus. Von dort kann man mit etwas Glück sogar mehrere Tiere gleichzeitig sehen. Foto: Dirk Manderbach
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dima - Wer in diesen Tagen an der Oberstadtbrücke stehen bleibt und sich ein paar Minuten Zeit nimmt, der hat gute Chancen, einige Ratten live und in Aktion beobachten zu können. Zum Beispiel beim Durchschwimmen der Sieg. Von beiden Ufern paddeln die Tiere zu einer der Inseln und zurück. Dabei kalkulieren sie die Stärke der Sieg-Strömung ziemlich perfekt, lassen sich treiben, um immer an den gleichen Stellen an Land zu gehen. Manchmal kann man sogar gleichzeitig mehrere Tiere an Siegens neuen Ufern beobachten. Bei hellem Sonnenschein. Feinde scheinen die Tiere dabei keine zu fürchten. Das muss sich aber möglichst schnell ändern, denn die stete Präsenz der Vierbeiner lässt nichts Gutes vermuten. Im Untergrund, also im Kanalsystem und auch unter den Siegtreppen dürfte das Vielfache an Ratten unterwegs sein. Ebenfalls beunruhigend: Eigentlich sind die Tiere dämmerungs- und nachtaktiv. An Siegens neuen Ufern turnen sie aber manchmal bereits mittags. Wie wird das erst nach Sonnenuntergang aussehen?

Experten raten, in solchen Situationen schnell zu handeln. Ein professioneller Siegener Rattenbekämpfer empfiehlt auf seiner Internetseite: „Schon bei der ersten Sichtung eines der Tiere sollten Eigenheimbesitzer und Gewerbetreibende daran denken, die Ratten zu bekämpfen. Der Schaden kann sonst sehr groß werden, als gefährlich gelten unter anderem die gesundheitlichen Auswirkungen durch Krankheitserreger.“ Wanderratten sind laut Wikipedia in Europa vor allem als Reservoir und Ausscheider von Leptospiren, den Erregern der Leptospirose, bekannt.

Eine Ratte kommt nur ganz selten allein. Schon bei der Sichtung nur eines Tieres ist wahrscheinlich mindestens eine Rattenfamilie in der Nähe. Zum Problem werden kann die schnelle Vermehrung der Nagetiere. Wanderratten pflanzen sich das gesamte Jahr hindurch fort. In Berlin wurden zum Beispiel Maxima im März sowie im September und Oktober beobachtet. Die Tiere werden bis zu drei Jahren alt und erreichen die Geschlechtsreife schon mit drei bis vier Monaten. Durchschnittlich bekommt eine Wanderratte dann viermal im Jahr bis zu acht Jungtiere. Dirk Manderbach

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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