Raus aus dem Dornröschenschlaf

 Beim Tag der offenen Mühle in Womelsdorf erläuterte Fachmann Gerhard Braun den Besuchern die alten Mahlgerätschaften und das Müllerhandwerk. Foto: akm
  • Beim Tag der offenen Mühle in Womelsdorf erläuterte Fachmann Gerhard Braun den Besuchern die alten Mahlgerätschaften und das Müllerhandwerk. Foto: akm
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

akm - Die Premiere ist gelungen: Der erste Tag der offenen Mühle in Womelsdorf entpuppte sich am Pfingstmontag als absoluter Besuchermagnet. Bei herrlichstem Sommerwetter kamen zahlreiche Neugierige in das urige Gebäude, um die Mahlgerätschaften zu bestaunen. Über so viel Interesse seitens der Bevölkerung freuten sich besonders Hausherr Bernd Föllmer und sein Partner Achim Wickel, die das Haus derzeit gemeinsam mit Wickels Sohn Johannes von Grund auf sanieren lassen (die Siegener Zeitung berichtete).

Mit dem Angebot, das passenderweise am bundesweiten Mühlentag stattfand, wollten die Eigentümer der Öffentlichkeit ein Signal geben, dass das traditionsreiche Gebäude nun wieder besseren Zeiten entgegensieht und dass es gute Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft gibt. Und das Signal kam an. „Ich hatte noch nicht mal mit der Hälfte der Besucher gerechnet“, gab Achim Wickel im SZ-Gespräch erstaunt und beeindruckt zu.

Damit ihre Gäste auch alles Wissenswerte rum um die Mühlentechnik erfuhren, hatten Föllmer und Wickel Gerhard Braun eingeladen. Der Lehrer kennt sich mit dem Müllerhandwerk und der entsprechenden Apparatur bestens aus, stammt er doch selbst aus einer Müllerfamilie. Seinem Großvater Heinz Hackler, der als Müller in Aber nicht nur die Gerätschaften gab es an diesem Tag in den alten Gemäuern zu bewundern, sondern auch Kunstwerke der hiesigen Künstlerinnen Anke Althaus-Aderhold und Inge Saßmannshausen sowie das großflächige Gemälde der Bonner Kunstpädagogin Valentina Grünwald, das auf einer der Gebäude-Innenwände aufgetragen wurde und einen Teil des Walzenstuhls der Mühle zeigt.

Im Filz-Workshop von Maria Sitzmann und Jutta Aderhold konnten die Gäste schließlich selbst kreativ werden. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte Herbert Kreitlein mit seinem Akkordeon, originellen Schmuck aus altem Tafelsilber gab es am Stand von Heike Breidenstein zu kaufen. Am Ende des Tages konnte Achim Wickel nur folgendes Resümee ziehen: „Ich bin überzeugt, dass es gut war, am deutschen Mühlentag teilzunehmen.“ Ein Grund für den großen Erfolg war sicherlich auch die Tatsache, dass die Mühle seit zwölf Jahren für die Öffentlichkeit unzugänglich war.

 

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