Regeln für Reklame in Siegen

 „Fassaden verkommen zu Werbeträgern“, lautet der Kommentar von Stadtbaurat Michael Stojan zu dieser Ansicht. Mit der neuen Satzung ist ein solcher Straßenzug-Anblick künftig nicht mehr möglich. Foto: ch
  • „Fassaden verkommen zu Werbeträgern“, lautet der Kommentar von Stadtbaurat Michael Stojan zu dieser Ansicht. Mit der neuen Satzung ist ein solcher Straßenzug-Anblick künftig nicht mehr möglich. Foto: ch
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ch - Keiner muss bestehende Werbetafeln und Leuchtreklamen abmontieren oder Folien mit Namen und Werbebotschaften mit Fön und Schaber abkratzen. Wer aber im Herzen der Siegener City – also in den guten Lauflagen von der Unterstadt über die Sandstraße die Kölner Straße hinauf bis in die Marburger Straße – bzw. in der Altstadt eine neue Werbeanlage installieren möchte, den bringt der Paragraf der neuen Gestaltungssatzung für die Innenstadt zu „Anlagen der Außenwerbung und Warenautomaten“ ganz schön ins Grübeln.

Denn in dieser Sache regelt die noch junge, erst im April in Kraft getretene Satzung restriktiv jegliche lautere wie billige Kreativität von Immobilieneigentümern, Einzelhändlern, Gastronomie und Werbewirtschaft. „Mit Absicht und mit gutem Grund“, wie Stadtbaurat Michael Stojan am Dienstagabend Vertretern letzterer erklärte. „Es geht ums harmonische Gesamtbild“, so Stojan, „wir wollen schlicht und einfach keine Überlagerung der Fassaden durch Außenwerbung. Damit das Erscheinungsbild Siegens in Summe vorwärts gebracht wird.“ 

Auf den Punkt gebracht: Sehr auffällige und großformatige Außenwerbung ist künftig nicht mehr zulässig, „mit der Einschränkung von Größe, Art und Gestaltung der Werbeanlagen soll auch die Konkurrenz zwischen Einzelhandel und Gastgewerbe bzw. der Druck, die Anlagen immer extravaganter, schriller und bunter zu gestalten, um aufzufallen, gemindert werden“, erklärte der Stadtbaurat. Erlaubt sind nur noch in Maßen und Positionierung fest gelegte, dezente Schriftzüge auf Fassaden, Vordächern und Markisen. Schilder in Form von sogenannten Aussteckern und Auslegern sollen sich bescheiden fügen, das Bekleben von Fensterscheiben im Erd- und im ersten Obergeschoss ist genau geregelt. Selbst in die Inszenierung in der Nacht, wenn Kneipen und Geschäfte längst geschlossen haben, greift die Satzung ein – um Lichtverschmutzung in der kleinen Großstadt zu vermeiden und die Harmonie der farblich möglichst angepassten Fassaden im Dunkeln nicht durcheinander zu bringen. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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