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Essensreste am Wanderparkplatz Lurzenbach
Region in Angst vor der Schweinepest

Den Truckern ist kein Vorwurf zu machen, der Mülleimer am Wanderparkplatz Lurzenbach wird zu selten geleert – daraus resultieren Gefahren für die Region.
  • Den Truckern ist kein Vorwurf zu machen, der Mülleimer am Wanderparkplatz Lurzenbach wird zu selten geleert – daraus resultieren Gefahren für die Region.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

kay Oberschelden. Viel Betrieb herrscht seit Monaten im Bereich des Wanderparkplatzes Lurzenbach. Forstmaschinen sind im Dauereinsatz. Grund hierfür ist der an dieser Stelle eingerichtete Umschlagplatz für das in den angrenzenden Wäldern geschlagene Borkenkäferholz. Ein Bürger, der sehr oft in dem Bereich unterwegs ist, allerdings nicht namentlich genannt werden möchte, hat sich mit seinen Sorgen bezüglich der Aktivitäten in diesem Bereich an die Redaktion gewandt. Ein im Bereich der Verladestelle stehende kleiner Mülleimer – eigentlich gedacht für die Abfälle von Wanderern und Spaziergängern – sorgt für Ungemach.
Lkw-Fahrer entsorgen MüllStändig ist dieser übervoll, große Mengen an Unrat türmen sich um das Behältnis herum auf.

kay Oberschelden. Viel Betrieb herrscht seit Monaten im Bereich des Wanderparkplatzes Lurzenbach. Forstmaschinen sind im Dauereinsatz. Grund hierfür ist der an dieser Stelle eingerichtete Umschlagplatz für das in den angrenzenden Wäldern geschlagene Borkenkäferholz. Ein Bürger, der sehr oft in dem Bereich unterwegs ist, allerdings nicht namentlich genannt werden möchte, hat sich mit seinen Sorgen bezüglich der Aktivitäten in diesem Bereich an die Redaktion gewandt. Ein im Bereich der Verladestelle stehende kleiner Mülleimer – eigentlich gedacht für die Abfälle von Wanderern und Spaziergängern – sorgt für Ungemach.

Lkw-Fahrer entsorgen Müll

Ständig ist dieser übervoll, große Mengen an Unrat türmen sich um das Behältnis herum auf. Verantwortlich hierfür sind die vielen Lkw-Fahrer, die ihren Müll dort entsorgen. Den Truckern selbst ist kein Vorwurf zu machen. Eine große Gefahr geht aber von den weggeworfenen Lebensmitteln – insbesondere von Wurst- und Fleischabfällen – der zumeist aus Osteuropa stammenden Lastwagenfahrer aus. Direkt angrenzend an das Areal befinden sich die Jagdreviere Niederndorf, Niederfischbach, Oberschelden, Gosenbach und Niederschelden. Es ist ein Drehkreuz für ganz viele Reviere und somit auch ein Bereich, in dem zahlreiche Wildschweine auf der Suche nach Nahrung unterwegs sind. Und genau das ist die Gefahrenquelle: Durch die Abfälle könnte es schnell passieren, dass die Afrikanische Schweinepest, die erstmals vor gut einem Jahr den Weg über Polen nach Deutschland gefunden hat, auch in unserer Region auftritt und weiter verbreitet wird.

Haus- und Wildschweine betroffen

Die Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, von der Haus- und Wildschweine betroffen sind. Eine Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen sowie andere indirekte Übertragungswege. Die Konsequenzen wären verheerend – weite Bereiche um die Stelle des Auftretens herum würden zu Schutzzonen deklariert, Tiere in Mastbetrieben müssten gekeult und Schlachthöfe geschlossen werden.

Mülleimer regelmäßig leeren

Die Siegener Zeitung hat bei Henning Setzer, dem zuständigen Dezernenten des Kreises Siegen-Wittgenstein, nachgefragt. „Die Afrikanische Schweinepest ist bei uns im Kreis Gott sei Dank kein Thema. Wichtig ist jedoch, dass Übertragungswege nicht gefördert werden. Hierzu zählt unter anderem, Abfallbehältnisse regelmäßig zu leeren und dafür Sorge zu tragen, dass diese für Schweine auf Nahrungssuche unzugänglich sind.“ erklärte Setzer.
Die Stadt Siegen reagierte prompt: „Die Stadtreinigung wird den Mülleimer am Wanderparkplatz Lurzenbach künftig zweimal in der Woche leeren. Zusätzlich wird ein zweiter Mülleimer mit einem speziellen schmalen Einwurfschlitz aufgestellt, um die Entsorgung von Abfällen vor Ort zu verbessern.“ so eine Sprecherin.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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