Reithalle kommt unter den Hammer

 Der Verkehrswert der Immobilie wurde auf 71 000 Euro festgesetzt. Seit Jahren ist auf dem Grundstück nichts mehr passiert.  Hier ist nicht viel schön zu reden: Die ehemalige Reithalle ist nur mit erheblichem Aufwand wieder zu modernisieren. Fotos: Martin Völkel
  • Der Verkehrswert der Immobilie wurde auf 71 000 Euro festgesetzt. Seit Jahren ist auf dem Grundstück nichts mehr passiert. Hier ist nicht viel schön zu reden: Die ehemalige Reithalle ist nur mit erheblichem Aufwand wieder zu modernisieren. Fotos: Martin Völkel
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vö - Der Reitverein Kunst-Wittgenstein war einst mit großen Ambitionen an den Start gegangen. Auf dem weitläufigen Areal an der Bundesstraße 62 zwischen Saßmannshausen und Bad Laasphe sollten Pferdesport und Jugendarbeit gleichermaßen gefördert werden. Dies gelang zumindest in Ansätzen, bis eine personelle Fluktuation und Spekulationen über Mitarbeiter, die zumindest an den Sozialkassen vorbei beschäftigt worden sein sollen, die Runde machten.

Der Reitverein blutete aus, das Gelände mit der 1975 eröffneten Reithalle verfiel in schöner Regelmäßigkeit. In den vergangenen Jahren hat sich außer dem Unkraut überhaupt nichts mehr bewegt auf dem Areal an der Kunst-Wittgenstein. Noch im Vorjahr soll es einen Kaufinteressenten für die Immobilie gegeben haben, ein Kaufvertrag kam allerdings nie zustande. Im Rahmen der Zwangsvollstreckung kommt das Gelände samt des in die Jahre gekommenen Gebäudes nun unter den Hammer: Gemarkung Wittgenstein-Kunst, Flur 4, Flurstück 59; Grünland, Sportfläche, Friedrichshammer 1. Der Verkehrswert wurde auf 71 000 Euro festgesetzt.

Das Gebäude wurde 1961 als Scheune errichtet, 1994 erweitert und umgebaut zum Milchviehstall. Im Jahr 1975 folgte eine erneute Erweiterung und Umnutzung zur Reithalle. 1976 dann der Teilausbau zu Wohnzwecken. Die Errichtung einer Reiterstube fand im Jahr 2005 statt, zudem wurden Aufenthaltsräume geschaffen. Die Grundfläche der Reithalle liegt bei 1128 Quadratmetern.

Aber die Größe allein ist nicht alles: „Der bauliche Zustand ist schlecht. Es besteht ein erheblicher und allgemeiner Renovierungsbedarf“, heißt es in der Ankündigung zum Zwangsversteigerungstermin. Insbesondere die Wohnung bedürfe umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen, um eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.

Eine Heizungsanlage sowie eine Trinkwasserversorgung aus dem öffentlichen Netz seien nicht vorhanden. Und: „Die Reithalle und die dazugehörigen Räumlichkeiten bedürfen ebenso einer umfangreichen Instandhaltung und Erneuerung, um einen normalen Reitbetrieb zu ermöglichen.“ Das aktuelle Verfahren habe die Sparkasse Siegen als Gläubigerin beantragt, sagte Thomas Göbel, Rechtspfleger des Amtsgerichtes Bad Berleburg, auf SZ-Anfrage.

Es handele sich um den ersten Termin. Dann werde sich zeigen, ob Interessenten vorhanden seien oder nicht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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