Landtagsabgeordneter würde Lockerungen zurücknehmen
Remmel fordert Notbremse

Grünen-Politiker Johannes Remmel würde bei der aktuellen Inzidenz die Notbremse ziehen.
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juka Siegen. Mit Blick auf die weiter über dem Wert von 100 liegende Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Siegen-Wittgenstein fordert der Siegener Landtagsabgeordnete Johannes Remmel (Grüne), die Notbremse zu ziehen und Lockerungen zurückzunehmen. Landrat Andreas Müller (SPD) müsse handeln, bevor das Infektionsgeschehen unkontrollierbar werde. „Die Notbremse ist dringender denn je.“

Besonders die Schulöffnungen nennt der Grünen-Politiker in der aktuellen Situation unverantwortlich, da das Schulministerium keinerlei Voraussetzungen geschaffen habe, mit denen ein sicherer Schulbetrieb möglich wäre. „Der Gesundheitsschutz muss absolute Priorität vor leichtfertigen Schul- und Geschäftsöffnungen haben“, mahnt Remmel. Der Kreis hatte jedoch am Mittwoch noch einmal unterstrichen, die bestehenden Lockerungen nicht wieder zurücknehmen zu wollen.

Notbremse würde Probleme nicht lösen

Dem Landrat zur Seite springen dabei Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth (beide CDU). „In der aktuell sehr schwierigen Situation auf die Notbremse zu treten, löst die Probleme nicht“, betont Fuchs-Dreisbach. Man könne so nicht wieder neue Not in der Gesellschaft auslösen, zum Beispiel stark belastete Unternehmen wie Einzelhändler in ihrer Existenz gefährden. Auch wenn die Infektionszahlen zu hoch seien und nicht weiter steigen dürften. Die CDU-Politikerin bekräftigt zudem, dass der Inzidenzwert allein noch nichts über die Schwere der Infektion und somit über die Belastung des Gesundheitssystems aussage. „Es ist aus meiner Sicht durchaus richtig, dass der Landrat beim Thema Corona-Bekämpfung differenziert agiert.“

Johannes Remmel (Grüne) appelliert an Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller, die Notbremse zu ziehen und Lockerungen zurückzunehmen.
  • Johannes Remmel (Grüne) appelliert an Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller, die Notbremse zu ziehen und Lockerungen zurückzunehmen.
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Ähnlich argumentiert Kamieth. Die Notbremse sei zwar ein Mittel, mit dem der Inzidenzwert gesenkt werden könne, seine Unterstützung fänden allerdings besonders die Maßnahmen, die in der aktuellen Lage für die Menschen das mildeste Mittel seien, um Ansteckungen zu vermindern. Andreas Müller hatte am Mittwoch betont, dass die zu treffenden Maßnahmen auch wirklich einen Effekt auf die Eindämmung der Pandemie haben müssten und nicht nur Aktionismus vortäuschen dürften.

Grünen-Politiker Johannes Remmel würde bei der aktuellen Inzidenz die Notbremse ziehen.
Johannes Remmel (Grüne) appelliert an Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller, die Notbremse zu ziehen und Lockerungen zurückzunehmen.
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Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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