Rentabilität bleibt umstritten

 Die entstehenden Gase im Erndtebrücker Klärwerk an der Hauptmühle (im Bild) werden für die Erzeugung von Strom und Wärme über eine Mikrogasturbine genutzt. Im vergangenen Jahr war die Anlage 1532 Stunden in Betrieb, das entspricht einer täglichen Betriebszeit von 5,80 Stunden. Foto: Björn Weyand
  • Die entstehenden Gase im Erndtebrücker Klärwerk an der Hauptmühle (im Bild) werden für die Erzeugung von Strom und Wärme über eine Mikrogasturbine genutzt. Im vergangenen Jahr war die Anlage 1532 Stunden in Betrieb, das entspricht einer täglichen Betriebszeit von 5,80 Stunden. Foto: Björn Weyand
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bw - Die Maßnahmen zur Unterhaltung der Kläranlage in Erndtebrück standen im Umweltausschuss auf der Tagesordnung. Seit August 2013 wird auch das Abwasser aus den Ortschaften Birkelbach, Birkefehl, Röspe und Womelsdorf in das Klärwerk an der Hauptmühle geleitet, dafür sorgen die Pumpwerke in Birkelbach und in Röspe. Optimierungsbedarf sieht die Gemeindeverwaltung bei der Erzeugung sowie beim Verbrauch von Energie.

Strom und Wärme erzeugt in der Kläranlage die Mikrogasturbine. Ob die sich jedoch bei insgesamt 1532 Betriebsstunden im vergangenen Jahr sowie einer täglichen Betriebszeit von 5,80 Stunden rentiert, darüber gab es einmal mehr unterschiedliche Meinungen. Fritz Hoffmann erinnerte daran, dass die CDU seinerzeit gegen die Anschaffung gewesen sei. In dieser Auffassung sah er sich angesichts der Zahlen auch bestätigt.

Im vergangenen Jahr seien 7091 Euro eingespart worden – bis sich die Investition von 210.000 Euro überhaupt rechne, müssten 30 Jahre vergehen. „Und in der Zeit fallen weitere Kosten an“, gab Hoffmann zu bedenken. Die Zahl der Betriebsstunden sei dafür einfach zu gering, ein von der CDU seinerzeit immer wieder gefordertes Blockheizkraftwerk mit geringerer Investitionssumme wäre aus seiner Sicht geeigneter gewesen.

Die Kritik wies Bürgermeister Karl Ludwig Völkel zurück. Die Ratsmehrheit sei aus guten Gründen gegen das Blockheizkraftwerk gewesen, weil ein solches in Dauerbetrieb hätte laufen müssen. Außerdem sei im vergangenen Jahr eine Ersparnis für Strom und für Wärme von rund 15.500 Euro zusammen gekommen. So betonte der Verwaltungschef: „Die Entscheidung war richtig.“ Immerhin: Durch die Zuleitung des Abwassers, das bisher in die Rösper Anlage floss, dürften die Betriebsstunden etwas ansteigen, wenn auch nicht um 2000 bis 3000 Stunden, wie Björn Fuhrmann von der Gemeindeverwaltung gestand. Im Moment würden 95 Prozent der Gase von der Turbine verarbeitet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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