Gastronomen atmen auf (Galerie)
Restaurants dürfen am Montag in NRW öffnen

Gasthaus Klein (Deuz), Christian Klein-Wagner: „Es ist toll, ab Mittwoch unsere Gäste wieder im Restaurant und in unserem Garten begrüßen zu können. Wir sind aber noch lange nicht über den Berg, und ich erwarte auch den Schutzschirm des Landes für die gesamte Gastronomie.“
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  • Gasthaus Klein (Deuz), Christian Klein-Wagner: „Es ist toll, ab Mittwoch unsere Gäste wieder im Restaurant und in unserem Garten begrüßen zu können. Wir sind aber noch lange nicht über den Berg, und ich erwarte auch den Schutzschirm des Landes für die gesamte Gastronomie.“
  • Foto: SZ
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

kalle Siegen. Ein leckeres Steak „well done“ bei 62 Grad durchgebraten, frische Salate der Saison für die Vegetarier, dazu ein kühles, gezapftes Pils oder ein, zwei Gläser des italienischen Primitivo, eine Pasta mit handgezupften Kräutern oder aber der Saibling im Rieslingsud gegart – all das ist ab kommender Woche kein Traum mehr.

Im Restaurant mit Freunden

Die Geschmacksnerven an Gaumen und Zunge dürfen dann einen kubanischen Cha-Cha-Cha tanzen. Der Blick in ein funkelndes Glas Wein, dazu Gespräche mit Freunden, die in Corona-Verbotszeiten nur telefonisch kontaktiert werden konnten, dazu sieben Wochen lang „Essen at home“. Kurzum: Es darf wieder außer Haus geschlemmt werden. Zwar unter Auflagen, doch was hat man in Coronazeiten nicht schon alles hingenommen. Und was sicher wichtiger ist als das exakt gegarte Stück Fleisch, ist das Wiedererwachen der Kommunikation. Man darf sich mit Freunden oder der Familie außer Haus endlich wieder austauschen.
Für die Gastronomie ist die Leidenszeit zwar ab kommender Woche noch nicht beendet. Die politische Entscheidung in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und anderswo gibt den arg gebeutelten Unternehmern aber die Möglichkeit, wieder Licht am Horizont zu sehen.

Weiterhin große Unsicherheit

Im Verbreitungsgebiet der Siegener Zeitung startet die Gastronomie in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen zwar unterschiedlich, doch irgendwo zwischen Bad Berleburg und Wissen, zwischen Attendorn und Dillenburg kann man die wochenlange Hausmannskost endlich gegen ein leckeres Menü eintauschen. Wir wünschen guten Appetit: Bei unserer kulinarischen Rundreise durch die Region konnten wir nur eine kleine Auswahl des großen gastronomischen Angebots in der Region besuchen (siehe Galerie). In den vielen Gesprächen wurde aber deutlich, dass weiterhin eine große Unsicherheit bei den Betreibern herrscht. Um wieder vernünftig arbeiten zu können, sei es noch ein weiter und steiniger Weg für die Betriebe.

Staatliche Hilfe ist notwendig

Die Erwartungen des Gastgewerbes in Nordrhein-Westfalen, so der Präsident des Verbandes Dehoga, Bernd Niggemeier, seien damit zum Teil erfüllt worden. „Wir erhoffen uns aber auch die Zusage für ein Rettungspaket für die Branche.“ Ohne weitere staatliche Hilfen werde es für viele keine Überlebenschance geben, so der Präsident in einer Stellungnahme des Verbandes.

Die Unterschiede in den Bundesländern

Nordrhein-Westfalen: Ab Montag ist es wieder möglich, gastronomisches Angebot in Speisegaststätten wahrzunehmen, egal ob im Innen- oder Außenbereich des Objekts. Nach dem Willen der Behörden muss das Abstandsgebot eingehalten werden und ein durch die Betriebe erarbeitetes Infektionsschutz- und Hygiene-Konzept vorliegen.
Rheinland-Pfalz: Hier können Gastronomiebetriebe ab Mittwoch, 13. Mai, natürlich unter Auflagen, von 6 bis 22 Uhr wieder öffnen. Das gilt gleichermaßen für die Innen- und Außengastronomie. Allerdings wird es eine Vorbuchungspflicht für Besucher geben. Gäste dürfen nur am Tisch bedient werden. Zudem müssen die Betreiber ihren Gästen Plätze zuweisen und deren Adressen notieren, damit mögliche Infektionsketten jederzeit nachvollziehbar sind.
Hessen: Auch hier ein hörbares Aufatmen bei den Gastronomen. Im Nachbar- Bundesland Hessen dürfen Restaurants, Hotels und Campingplätze ihre Gäste ab Freitag, 15. Mai, wieder empfangen und bewirten.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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