Rewe-Markt aber kein Discounter

 Ein großer Rewe-Markt (links im Bild als blauer Baukörper zu sehen), aber kein Discounter mehr – das ist die Planungsvariante C, die eine Mehrheit in drei Ausschüssen fand. Am Mittwoch wird der Rat über den Entwurf entscheiden. Grafik: Architekturbüro Rathke
  • Ein großer Rewe-Markt (links im Bild als blauer Baukörper zu sehen), aber kein Discounter mehr – das ist die Planungsvariante C, die eine Mehrheit in drei Ausschüssen fand. Am Mittwoch wird der Rat über den Entwurf entscheiden. Grafik: Architekturbüro Rathke
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ihm - Architekt Markus Rathke mag Baustellen, aber Dauerbaustellen sind seine Sache nicht. Das deutete er am Montag im Ratssaal vor großer Kulisse an. Gleich drei Ausschüsse hatten sich versammelt, um über die Zukunft des Einzelhandels in Geisweid zu sprechen: der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, der Bauausschuss und der Bezirksausschuss Geisweid.

Alle drei Ausschüsse stimmten mit deutlicher (Jamaica-)Mehrheit für die Variante, die zwar einen Lebensmittel-Vollsortimenter (Rewe), aber keinen Discounter mehr in unmittelbarer Nähe zum Rathaus vorsieht. Der Lebensmittelmarkt, der ursprünglich in den Planvarianten A und B auf dem Grundstück des jetzigen Parkhauses entstehen sollte, rückt in der Variante C nach links. Auf dem Parkhaus-Grundstück sind stattdessen ebenerdige Parkplätze vorgesehen, die die Verbindung zur Fußgängerzone schaffen sollen. Ein „shared space“ (geteilter Raum) für Autos, Fußgänger und Radfahrer könne hier entstehen, warb der Planer.

Nachteil der Variante C: Es gibt nur 118 Stellplätze zwischen dem neuen Rewe-Markt und der Rijnsburger Straße. Das Parkdeck auf dem Lebensmittelmarkt, das zu einem recht großen Teil den Rathaus-Bediensteten vorbehalten sein sollte, sei für den Investor, die Firma Schoofs, nicht zu finanzieren, wenn man auf den Discounter verzichte. Damit falle nämlich ein Ertragsbringer weg. „Es ist nicht rechenbar, auf dem Dach Parkplätze anzuordnen“, sagte Rathke, „es sei denn, es gibt dafür Zuschüsse.“ Sprich: Die Stadt müsste zusätzliche Parkplätze selbst finanzieren.

Neben der Parkplatzgestaltung müssen noch andere Fragen geklärt werden, bevor das Konzept ins Realisierungsstadium eintreten kann, darüber waren sich die Kommunalpolitiker einig. Zum Beispiel: Was geschieht mit dem unterirdisch verrohrten Sohlbach? Wie soll die Verkehrsanbindung geregelt werden? Und wo sollen die Rathaus-Mitarbeiter parken? Der neue Parkplatz in Variante C müsste wohl mit einer Parkzeitbegrenzung ausgestattet werden – die städtischen Bediensteten müssten dann unter die HTS ausweichen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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