Riesen-Wels aus der Sieg geholt

 Zusammen mit Kumpel Waram Gevorgjan  hatte Christian Schnittchen den Fisch ans Ufer geholt worden. Foto: privat
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thor - Was für ein Fang! Christian Schnittchen aus Kirchen hat am späten Dienstagabend gegen 23 Uhr einen kapitalen Wels aus der Sieg geholt. Er maß stolze 1,45 Meter – was auch für ein Exemplar der größten Süßwasserfische Europas schon beachtlich ist. Mangels Waage konnten der 23-jährige Malermeister und seine Helfer das Gewicht zunächst nur schätzen. Die vermuteten 40 Kilo kamen den tatsächlichen 35 aber schon sehr nahe. Viel mehr noch als Größe erstaunt aber der Fangort, denn die Sieg ist eigentlich kein klassisches Wels-Gewässer.

Schnittchens Freund Oliver Weber, ein 22-jähriger Student aus Kirchen, hatte den Fisch vor einigen Tagen bei einer Radtour  zufällig entdeckt. An einem Brückenpfeiler hatte er unter angeschwemmten Treibholz offenbar eine Behausung gefunden.  Zusammen mit  Weber und einem weiteren Freund, Waram Gevorgjan (25) aus Kirchen, ging es dann am Dienstag an die Sieg im Bereich des unteren Alexanders. Schnittchen hatte eigens eine spezielle Hochseeangel mitgebracht, als Köder diente ein 20 Zentimeter großer Döbel.

Schon nach einer halben Stunde gab es einen mächtigen Ruck an der Hochsee-Rute: „Ich habe mich fast ein bisschen erschrocken“, berichtet Schnittchen. Schon beim Anschlag habe er gemerkt, dass dieser Fisch mindestens 20 Kilo wiegen muss. Nach kurzem Kampf und mit tatkräftiger Hilfe der beiden Freunde wurde der Wels dann ans Ufer gezogen. Bereits am Mittwoch wurde der mächtige Fisch filetiert.

Sehr erstaunt über den Fang des „Kollegen“ zeigte sich Hans-Werner Isenböck (Bruche). „Eigentlich sind wir froh, dass wir in der Sieg keine Welse haben“, sagte der Bezirksvorsitzende des Landesfischereiverbands mit Verweis darauf, dass man bei dem großen Raubfisch nicht von einer heimischen Art sprechen könne. Von einem ähnlichen Fang in der Region habe er bislang noch nie gehört. Sollte sich der Wels hier ausbreiten, hätte das erhebliche Auswirkungen auf die Populationen anderer Fische. Isenböck vermutet, dass der von Schnittchen gefangene Wels aus dem Bereich Euteneuen stammt, wo man am Wehr einige ausgesetzt habe. Durch das Ablassen der Staustufe könnten einige Exemplare siegabwärts gespült worden sein – und gerade vor den Wehren oder anderen Hindernissen fänden sie gute Lebensbedingungen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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