Ritter der Musik

Die aus Obersdorf stammende Mezzo- sopranistin Susanne Kelling wurde mit dem italienischen Verdienstorden ausgezeichnet und zum Ritter geschlagen.  Foto: Konsulat
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gmz Siegen. Wenn die aus Obersdorf stammende Mezzosopranistin Susanne Kelling offizielle Post aus Italien erhält, ist diese an „Cavaliere Susanne Kelling“ adressiert – Ritter Susanne Kelling. Denn die in München lebende Künstlerin, die erste musikalische Schritte an der heimischen Musikschule und im damals sehr bekannten „Vereinigten Schulorchester der Gymnasien am Löhrtor, Rosterberg und Giersberg“ machte, wurde im vergangenen Jahr für ihre ausgezeichneten sängerischen Leistungen von Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano mit dem „Ordine della Stella della Solidarietà Italiana“ ausgezeichnet. Dabei handelt es sich, so die offizielle Übersetzung des Dokumentes, um ein Bundesverdienstkreuz am Bande der Republik Italien.

Wegen terminlicher Schwierigkeiten hat sich Susanne Kelling im Mai vergangenen Jahres entschlossen, diese Ehrung nicht in Rom entgegenzunehmen, sondern im italienischen Konsulat in München, wo Generalkonsul Adriano Chiodi Cianfarani sie dann auch zum Ritter schlug. Die hohe Ehrung, die, wie das deutsche Bundesverdienstkreuz, nur auf Vorschlag und nach genauer Prüfung erteilt wird, wurde Susanne Kelling für ihre Leistung als „hochprofessionelle Sängerin mit internationaler Erfahrung und exzellenter stimmlichen Begabung“ zuteil. Zudem, so die offizielle Begründung weiter, „hat sie entscheidend zu den kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland beigetragen, beherrscht akzentfrei die italienische Sprache und ist perfekte Kennerin und Botschafterin der italienischen Kultur.“ Susanne Kelling, die u. a. in Rom studiert hat, singt als eine der wenigen Deutschen in italienischen Opern an den großen Häusern Italiens, beispielsweise in Venedig, Neapel, Genua oder Turin.

In ihrer Wahlheimat München, wo sie zuletzt in „Carmen“ und in Puccini-Opern aufgetreten ist, organisiert sie seit 2000 ein italienisches Kulturfestival mit Lesungen italienischer Autoren, verschiedenen Musikdarbietungen, Liedermachern und Sängern. In Florenz gibt sie immer wieder Meisterkurse – dann es geht beispielsweise um das deutsche Lied. Und im März wird sie eine besondere Aufgabe im deutsch-italienischen Kulturaustausch übernehmen: Sie ist eingeladen, gemeinsam mit dem bekannten Henschel-Quartett, im Vatikan ein Privatkonzert für den Papst zu geben. Haydns Oratorium „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ steht auf dem Programm.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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