Bundestagswahl: Müller statt Weigel
Rochade bei den Liberalen

Andreas Weigel, Guido Müller und Peter Hanke (v.l.n.r.) freuen sich über gelungene "Rochade".
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  • Foto: FDP
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ch/sz Siegen/Bad Berleburg. Überraschung bei der Siegen-Wittgensteiner FDP: Der Kreisverband wechselt den Bundestagskandidaten aus. Eigentlich sollte Andreas Weigel aus Wilnsdorf im Herbst in den Ring steigen, nun soll es wieder einmal der Siegener Guido Müller richten.

Weigel soll im Mai 2022 ran

Der Grund für Rochade der Liberalen: Seit immerhin vier Jahren arbeiten sie daran, auf der Reserveliste für den Landtag einen aussichtsreichen Kandidaten zu platzieren. Jetzt ist es ihnen gelungen: “Wir haben die Kreisverbände in Westfalen-West davon überzeugen können, dass Weigel den Listenplatz zwei des Bezirks erhält und damit bei einem entsprechenden Ergebnis bei der Landtagswahl im Mai 2022 Chancen auf ein Mandat erhält“, erklärte Kreisvorsitzender Peter Hanke im Gespräch mit der SZ.

Da es bei der FDP unüblich sei, für Land und Bund zugleich zu kandidieren, musste die Partei handeln. „Für solche Spezialaufgaben ist es gut, dass wir mit Guido Müller einen schlagfertigen, lokalen Parlamentarierer in unseren Reihen haben, der in Landes- und Bundesthemen gut eingearbeitet ist und sicher einen auffälligen und erfolgreichen Wahlkampf für die Partei führen wird.“

Müller kämpft im September um die Zweitstimme

Guido Müller (47) ist bereits seit 2009 Fraktionsvorsitzender im Kreistag, selbstständiger PR-Berater und in seiner Freizeit auch als Kabarettist Guido Fliege in der Region bekannt. Bereits 2009 trat er als Kandidat zur EU-Wahl an, 2012 und 2017 dann als liberaler Kandidat bei den NRW-Landtagswahlen.

Eigentlich hatte er sich entschieden, in der Politik etwas kürzer zu treten. Die “eine Ausnahme” wolle Müller jetzt aber “gerne machen”. Die Bundestagswahl sei eine entscheidende Weichenstellung für Deutschland: “Freiheits- und Grundrechtsthemen sind durch die aktuelle Regierung zu kurz gekommen. Ich strebe keine Bundestagskarriere an, will aber eine starke FDP, die mitredet und bei Freiheitsthemen die Spur hält. Den Wahlkampf werde ich vor allem um die Zweitstimme führen.“

Ausgangssperre “unverhältnismäßig”

Politisch ist der “alte Neue” überzeugter Wirtschaftsliberaler. In die FDP ist er übrigens 1998 wegen Otto Graf Lambsdorff eingetreten. „Dass die aktuelle Regierung für Wirtschaft, aber auch für Gastronomie, Einzelhandel und Kultur wenig Empathie zeigt, halte ich neben dem zögerlichen Einkauf von Impfstoffen für ein fatales Versäumnis. Hier wird vieles zu kitten sein”, so Müller, der auch die aktuellen Ausgangsbeschränkungen als einen “nicht verhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte” kritisiert - egal ob die Sperre vom Kreis verhängt worden ist oder bald per Infektionsschutzgesetz angeordnet werden wird.

Tausch-Bestätigung im Mai

Der bislang vom Kreisvorstand einstimmig vorgeschlagene Kandidatentausch soll im Mai von der Basis im Rahmen eines außerordentlichen Parteitags bestätigt werden. Ebenfalls im Mai soll das Programm zur Bundestagswahl auf einem digitalen Parteitag fest gezurrt werden. Weigel und Müller werden dann die FDP Siegen-Wittgenstein in Berlin vertreten.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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