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Coronavirus: Vier Siegerländer betreuen China-Rückkehrer
Rotkreuzler helfen in Berlin

DRK-Vorstand Dr. Martin Horchler (2. v. l.) verabschiedet die Helfer zum Unterstützungseinsatz nach Berlin: Fabian Hartman (Wilnsdorf), Petra Trogisch (Siegen), Tobias Drangenstein (Kreuztal) und Christian Heide (Freudenberg, v. l.).
  • DRK-Vorstand Dr. Martin Horchler (2. v. l.) verabschiedet die Helfer zum Unterstützungseinsatz nach Berlin: Fabian Hartman (Wilnsdorf), Petra Trogisch (Siegen), Tobias Drangenstein (Kreuztal) und Christian Heide (Freudenberg, v. l.).
  • Foto: DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein
  • hochgeladen von Sarah Panthel (Redakteurin)

sp/sz Siegen/Berlin. Bereits am 9. Februar waren 20 deutsche Staatsbürger sowie chinesische Angehörige deutscher Staatsbürger aus der mit dem Coronavirus stark betroffenen Stadt Wuhan auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel gelandet. Ein erstes Screening am Flughafen gab bei keinem der Rückkehrer Hinweise auf Symptome der Viruserkrankung. Den Transport in ein separates Gebäude der DRK-Kliniken in Berlin-Köpenick übernahm das Deutsche Rote Kreuz. Dort sind die Rückkehrer noch bis Sonntag, dem Ende der 14-tägigen Quarantäne-Zeit, untergebracht. Dr. Dieter Schütz, Pressesprecher des DRK in Berlin, teilte auf Nachfrage der SZ mit, dass die 16 Erwachsenen und vier Kinder alle vier Tage auf das Coronavirus untersucht würden.

sp/sz Siegen/Berlin. Bereits am 9. Februar waren 20 deutsche Staatsbürger sowie chinesische Angehörige deutscher Staatsbürger aus der mit dem Coronavirus stark betroffenen Stadt Wuhan auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel gelandet. Ein erstes Screening am Flughafen gab bei keinem der Rückkehrer Hinweise auf Symptome der Viruserkrankung. Den Transport in ein separates Gebäude der DRK-Kliniken in Berlin-Köpenick übernahm das Deutsche Rote Kreuz. Dort sind die Rückkehrer noch bis Sonntag, dem Ende der 14-tägigen Quarantäne-Zeit, untergebracht. Dr. Dieter Schütz, Pressesprecher des DRK in Berlin, teilte auf Nachfrage der SZ mit, dass die 16 Erwachsenen und vier Kinder alle vier Tage auf das Coronavirus untersucht würden. Ein Amtsarzt entscheide, ob die Personen gesund seien oder nicht – bislang blieben die Ergebnisse negativ. Am Sonntag sollen die Rückkehrer dann auch wirklich zurück in ihren Alltag kehren können.
„Alle waren grundsätzlich froh, aus China wieder draußen zu sein“, schilderte Schütz die Stimmung der Heimkehrer. Aber: „Keiner lebt gerne in einer Isolation.“ Jetzt, da es dem Ende zugehe, freuten sich alle wieder darauf, das zu tun, was sie normalerweise machen, und darauf, ihre Angehörigen wiederzusehen.

Rotkreuzler aus ganz Deutschland im Einsatz

Um die Isolation erträglicher zu machen, sind rund 40 Rotkreuzler aus ganz Deutschland in Berlin-Köpenick im Einsatz. Sie sind Ansprechpartner, übernehmen die soziale Betreuung, bringen Essen oder Spiele gegen die Langeweile und kümmern sich auch um die Hygiene. Dabei tragen die Ehrenamtler entsprechend ihrer Aufgaben Mundschutz und ggf. Schutzkleidung. „Sie sorgen auch dafür, dass möglichst alle unter den gegebenen Umständen zufrieden sind“, sagte Schütz. Für alle Beteiligten sei das eine belastende Situation. Die Rückkehrer untereinander könnten miteinander Kontakt haben und dürften auch an die frische Luft gehen, in einen abgeschirmten Bereich.
Nicht alle 40 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes sind dauerhaft im Einsatz, immer wieder wurde gewechselt, und nachdem anfangs im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet wurde, ist mittlerweile eine weitere Schicht hinzugekommen. Die meisten der Ehrenamtler kommen aus Berlin, damit der dortige DRK-Verband aber entlastet wird, wurde bundesweit nach Unterstützern gesucht.

Auch vier Siegerländer helfen den Heimkehrern aus China

Zur Verstärkung sind am Donnerstag auch eine ehrenamtliche Helferin und drei Ehrenamtler aus dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein nach Berlin gereist. Fabian Hartman (Wilnsdorf), Petra Trogisch (Siegen), Tobias Drangenstein (Kreuztal) und Christian Heide (Freudenberg) meldeten sich als Helfer. Die Einsatzkräfte wurden durch den Arbeitgeber, den DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein, freigestellt. Die vier Rotkreuzler seien im Rettungsdienst beschäftigt, so Marcus Sting (Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes), deshalb hätten Kollegen spontan für sie einspringen können. Bis zum Ende der Quarantäne-Zeit am Sonntag werden sie in der Hauptstadt im Einsatz sein. Ein persönliches Gespräch mit den Helfern war aus Zeitgründen nicht möglich – „sie sind sehr eingespannt“, erklärte Schütz.

Ausschluss eines Restrisikos

In seiner Rolle als nationale Hilfsgesellschaft unterstützt das DRK die Bundesregierung in den Bereichen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Auch der DRK-Einsatz für die China-Heimkehrer erfolgt im Auftrag der Bundesregierung. Die bezirksübergreifende Koordination des Einsatzes übernimmt die Senatsgesundheitsverwaltung. „Die 14-tägige Unterbringung der China-Rückkehrer dient lediglich dem Ausschluss eines möglichen Restrisikos, dass die Personen mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sein könnten“, betonte der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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