Rücksturz in die Zukunft

In den unendlichen Weiten der Ausstellungsfläche der Volksbank gelandet sind Wolfgang und Maria Thomas vom Siegener Rock-Museum sowie Norbert Kaufmann, Vorstandssprecher der Volksbank Siegerland (r.).  Foto: hel
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hel Siegen. Ein Kosmonautenanzug aus der Zeit der sowjetischen Raumfahrt schwebt nicht mehr ganz schwerelos über der Schalterhalle der Hauptstelle der Volksbank Siegerland in der Berliner Straße. Aus dem Orbit zurückgekehrt, beschirmt er jetzt die bunt schillernden Exponate, die Maria und Wolfgang Thomas vom Siegener Rock-Museum für die Ausstellung „Fly Me To The Moon“ zusammenstellt haben, die im Rahmen des NRW-Tages 2010 noch bis zum 1. Oktober zu besichtigen sind. Als 1957 der erste Satellit, der „Sputnik“ in All geschossen wurde, war die Popmusik mit am Start. Die Surf-Rockband The Tornados schickten schon bald darauf ihren „Telstar“ auf erfolgreiche Umrundungen in den Musikboxen. Die Rock- und Beatmusik bemächtigte sich in den frühen 1960er-Jahren des Weltraums. Mit Twang-Gitarrensound und forschen Rhythmen beherrschten Gruppen wie The Spotnicks oder The Astronauts den Tanzdielen-Orbit. Immer ausgefeilter, immer futuristischer und immer fantastischer wurde im Laufe der Zeit die Begleitmusik für den Aufbruch ins All – und mit ihr auch die Verpackung. Die Exponate die Maria und Wolfgang Thomas aus ihrem Fundus für die Ausstellung bereitgestellt haben, fächern chronologisch die Geschichte der „Rock-and-Roll-Reise in den Weltraum“ auf. Original-Plattencover von Donovan, Beggars Opera, Boston, ZZ Top, Barclay James Harvest u. v. a. spiegeln, wie die mit sphärischen Klängen und Textbezügen zur Raumfahrt ausgestatteten Inhalte, das Lebensgefühl ganzer Rock-Pop-Musikgenerationen wieder. Mit David Bowie und Pink Floyd werden zwei Schwergewichte der Popmusik in der Ausstellung besonders gewürdigt. Sie waren nicht nur akustisch, sondern auch optisch in Sachen Schwerelosigkeit unterwegs. Mit Filmplakaten, Fotos und Gimmicks von Kubricks „Space Odyssee 2001“ oder „Raumpatrouille Orion“ wird die im wahrsten Sinn des Wortes fantastische Ausstellung abgerundet. Die Notenblätter zu Bart Howards Lied „Fly Me To The Moon“ sind dabei Start und Endpunkt dieses Weltraumausflugs.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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