Rühriger »Global-Player« aus Eisern

EHA Schilder & Werbetechnik feiert 50-jähriges Betriebsbestehen / Ambitionierte Projekte

pebe Eisern. Wer »Wegweiser« herstellt, muss wegweisend arbeiten. Mit diesem Wortspiel ließe sich der Anspruch der EHA Schilder & Werbetechnik Unternehmensgruppe einfach auf den Punkt bringen, aber sicherlich zu einfach. Denn das Engagement der Firmengruppe ist vielfältig – so vielfältig wie ihre Produktpalette und der internationale Markt, auf dem sich Firmenchef Horst Hoffmann und seine weltweit 200 Mitarbeiter bewegen. Heute soll aber neben der vielfältigen Arbeit auch gefeiert werden. Hoffmann hat seine Mitarbeiter aus sieben Tochtergesellschaften und Kunden aus 14 Ländern zum 50-jährigen Betriebsbestehen eingeladen.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte des heutigen »Global-Players« aus Eisern schon 1929. Damals begann der Vater des Firmenchefs, Ernst Hoffmann sen., mit der Herstellung von gravierten Schildern und Produkten in seinem Handwerksbetrieb. Er sei stolz darauf, betonte Horst Hoffmann im Gespräch mit der SZ, dass die EHA-Gruppe »Deutschlands ältester bestehender Kfz-Kennzeichenhersteller« sei. Grund für das anstehende Jubiläum ist aber der Eintrag des Unternehmens als Industriebetrieb ins Handelsregister 1952. 1974 wurde die Firma in eine KG umgewandelt, gleichzeitig das Produktionsprogramm ständig erweitert. Nach dem Tod des Firmengründers 1977 blieb das Unternehmen in Familienhand.

Drei Säulen kennzeichnen die Firmenphilosophie der KG, die mittlerweile in die Geschäftsbereiche Schilder und Werbetechnik sowie Autoschilder aufgespaltet worden ist. Die erste Säule heißt »Qualität«. Horst Hoffmann: »Bevor wir ein Produkt auf den Markt bringen, muss es nach genügender Entwicklungszeit erst intensiv auf alle Stärken – und damit auch auf mögliche Schwächen – getestet werden.«

Das zweite Standbein erfolgsorientierten unternehmerischen Handelns ist für Hoffmann die »Manpower«: »Erfolg geht nur mit einem Stamm guter und zuverlässiger Mitarbeiter, die verstehen, was ich vorhabe und dahinter stehen.« Deshalb bestehe er auch auf konsequenter Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Nur so lasse sich »schnell, flexibel und zuverlässig« am Markt agieren, ohne die Qualität zu vernachlässigen. »Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, und das Jubiläumsfest ist zuerst ein Dank an sie.«

Als dritte Stütze für den Erfolg auf dem Weltmarkt nannte Hoffmann schließlich die Ausgangslage in Deutschland: »Minimum bei der Produktion und den Produkten muss deutscher Standard sein.« Die hohen Qualitäts-, Management- und Umweltstandards seien durch die ISO-Zertifizierung bestätigt worden.

Das derzeit ambitionierteste Projekt der EHA-Gruppe ist die Einführung neuer Nummernschilder in Indien und in der Kaschmir-Region Pakistans. Dabei gehe es um »mehr, als nur neue Kfz-Schilder zu prägen«, nämlich auch um ein »Sicherheitspaket gegen Fälschungen«. Genauer: Die neuen indischen Kennzeichen tragen u.a. zusätzlich zur »normalen« Registriernummer ein Hologramm mit dem Staatswappen und die gelaserte Zulassungsnummer der Neuwagen. Die nötige Software sei mit einer US-Firma binnen zwei Jahren entwickelt worden. »Wir bieten nun ein komplettes Equipment an.«

In Indien soll die Produktion ab Januar aufgenommen werden, ab März folge dann die Ausgabe der neuen Kennzeichen. Auch in Pakistan habe das System »großen Anklang« gefunden. Dort, in Mirpur, einer Stadt im Kaschmirgebiet, sei schon die Produktion von entsprechenden Rohlingen angelaufen, die dann im Zuge der Einführung eines neuen Verwaltungssystems an die Regierung geliefert würden.

Mit Blick auf die derzeitige kriselnde Situation in der deutschen Wirtschaft meinte Hoffmann, der schon vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog geforderte Ruck, der durch Deutschland gehen müsse, bleibe aus: »Alles zuckt, aber keiner ruckt.« Als Mittelständler dürfe man »den Kopf nicht in den Sand stecken. Es heißt jetzt Ärmel hoch und durch das Tal der Tränen hindurch«.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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