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Impfzertifikate in Apotheken
Run auf die Digi-Pässe

Schnell mal schauen, welche Apotheke in der Nähe den Digi-Impfpass ausstellt – das ging am frühen Montagmorgen wegen „Wartungsarbeiten“ auf dem Portal nicht. Und auch die Pharmazeuten selbst hatten zuerst mit Serverproblemen zu kämpfen.
  • Schnell mal schauen, welche Apotheke in der Nähe den Digi-Impfpass ausstellt – das ging am frühen Montagmorgen wegen „Wartungsarbeiten“ auf dem Portal nicht. Und auch die Pharmazeuten selbst hatten zuerst mit Serverproblemen zu kämpfen.
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ap Siegen. Seit Donnerstag können sich Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, in Apotheken einen digitalen Impfnachweis abholen (die SZ berichtete). Aus technischen und organisatorischen Gründen nehmen (noch) nicht alle Apotheken an der bundesweiten Aktion teil. Deshalb soll nun eine Website einen Überblick geben, welche Apotheken an der Aktion teilnehmen.

Doch Montagmorgen dann die erste Ernüchterung – Seite lädt nicht. Es bleibt (vorerst) nur ein Anruf bei den Pharmazeuten vor Ort. „Das Telefon steht heute nicht still“, bestätigt Marion Teske von der Hirsch Apotheke in Siegen. Gefragt hätten „ganz viele“ nach dem digitalen Impfzertifikat. Tatsächlich ausgestellt habe sie rund 30 Stück in den ersten paar Stunden. „Das war ein ganz schön holpriger Start.

ap Siegen. Seit Donnerstag können sich Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, in Apotheken einen digitalen Impfnachweis abholen (die SZ berichtete). Aus technischen und organisatorischen Gründen nehmen (noch) nicht alle Apotheken an der bundesweiten Aktion teil. Deshalb soll nun eine Website einen Überblick geben, welche Apotheken an der Aktion teilnehmen.

Doch Montagmorgen dann die erste Ernüchterung – Seite lädt nicht. Es bleibt (vorerst) nur ein Anruf bei den Pharmazeuten vor Ort. „Das Telefon steht heute nicht still“, bestätigt Marion Teske von der Hirsch Apotheke in Siegen. Gefragt hätten „ganz viele“ nach dem digitalen Impfzertifikat. Tatsächlich ausgestellt habe sie rund 30 Stück in den ersten paar Stunden. „Das war ein ganz schön holpriger Start. Wir hatten zuerst einen Systemabsturz“, erklärt die Inhaberin.


"Das war ein ganz
schön holpriger Start."

Marion Teske
Inhaberin Hirsch-Apotheke Siegen

Danach hätte aber alles problemlos funktioniert: Nach Vorlage des Personalausweises und des Impfheftes wird von den Apothekern ein Ausdruck mit schwarzen und weißen Quadraten, dem sogenannten QR-Code, erzeugt. Der Kunde scannt anschließend das Code-Viereck ein – und schon übertragen sich die Daten in eine der beiden Smartphone-Anwendungen („CovPass“ oder „Corona-Warn-App“). Ab Mittwoch wird der Nachweis dann auch über die Luca-App möglich sein.

"Digi-Pässe" auch bei Älteren gefragt

Dieser „Service“ scheint nicht nur beliebt bei jüngeren, durchgeimpften Kunden zu sein. „Auch Ältere legen Wert darauf, ihre Daten digital auf dem Handy zu haben“, so die Erfahrung von Marion Teske. Schließlich seien die kleinen gelben Heftchen nicht immer die stabilsten und enthielten auch andere wichtige (Impf-)Informationen, so der Siegener Apothekerin, die sich von jedem einzelnen Kunden schriftlich versichern lässt, dass der Pass keine gefälschten Daten enthält.

Ihre Filiale ist eine von rund 1500 in Westfalen-Lippe, die mittlerweile auf dem Portal des Deutschen Apothekerverbandes registriert sind. Rund 300 Apotheken sind aber – aus „Bürokratiegründen“, wie einige Pharmazeuten kritisieren – (noch) nicht freigeschaltet. In der Freudenberger Bären-Apotheke scheitert es derweil sogar an einer Genehmigung.

QR-Codes: Ausstellung nur von Apotheken im Apothekerverband

Denn: Nur, wer mit seinem Betrieb dem Apothekerverband angehört, bekommt auch die Technik zur Erstellung der QR-Codes zur Verfügung gestellt, wie Detlev Krause erklärt. „Wir, die diesem Verband nicht angehören – und das betrifft rund 10 Prozent – werden einfach außen vorgelassen“, beklagt der Freudenberger Apothekenleiter. „Ein Skandal, eine Sauerei“, findet Krause. Deswegen hoffe er inständig, bald die webbasierte Version des RKI, die vornehmlich für Arztpraxen und die rund 400 Impfzentren gedacht ist, in seiner Apotheke nutzen zu können.

Einen flächendeckenden Start gibt es auch in den Zentren nicht. „Es ist so geplant, dass die Impfzentren nach und nach aufgerüstet werden“, erklärt Dr. Thomas Gehrke. Die elektronischen Zertifikate würden – voraussichtlich in zwei Wochen und somit zeitgleich mit der nächsten Vakzin-Lieferung für Erstimpfungen – direkt vor Ort erstellt. „Wir bemühen uns, dass es relativ zügig vonstatten geht“, verspricht der Leiter des Eiserfelder Zentrums.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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