Sabotage an Lkw-Tanks

 Am Mittwoch Morgen waren Mitarbeiter der Spedition Herrmann damit beschäftigt, die beschädigten Tanks auszutauschen. Sie besitzen jetzt nur noch Schrottwert. Fotos: thor  Mit Holzkeilen wurden die Löcher provisorisch abgedichtet.
  • Am Mittwoch Morgen waren Mitarbeiter der Spedition Herrmann damit beschäftigt, die beschädigten Tanks auszutauschen. Sie besitzen jetzt nur noch Schrottwert. Fotos: thor Mit Holzkeilen wurden die Löcher provisorisch abgedichtet.
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thor Was für ein perfides Vorgehen: Unbekannte Täter haben in der Nacht von Montag auf Dienstag drei Lkw-Tanks der Spedition Herrmann bewusst so angebohrt, dass der Sprit während der Fahrt kontinuierlich auslaufen sollte. Und genau das ist auch passiert. Wie durch ein Wunder blieb es bei dem Materialschaden und den Verunreinigungen. Dabei verloren an diesem Morgen zwei der Zugmaschinen auf ihrer Fahrt von Kirchen nach Neunkirchen zur Fa. Schäfer rund 500 Liter Diesel – vor allem in Kurven. Eine fast schon tödliche Gefahrenquelle für jeden Motorradfahrer.

So herrscht derzeit bei der Spedition eine gewisse Fassungslosigkeit, zumal es keinerlei Anzeichen für einen „klassischen“ Treibstoff-Diebstahl gibt, mit dem Fuhr- und Bauunternehmen permanent zu tun haben. „Das war schon mehr als nur grober Unfug“, sagt Firmenchef Wolfgang Herrmann. Er, der sonst zu jedermann freundlich und höflich ist, kennt für die Täter nur eine Bezeichnung: „Idioten.“ Ohnehin mutet diese Sabotage an, als habe jemand die Reifen von Caritas-Fahrzeugen zerstochen, ist Herrmann doch seit Jahrzehnten für sein großes soziales Engagement bekannt.

Die drei Lkw waren auf dem Firmengelände auf der Kircherhütte unterhalb des Hangs zum Grindel abgestellt, einer dient zum Rangieren auf dem Hof, zwei werden für den Nahverkehr genutzt. Andere Zugmaschinen blieben unversehrt – vielleicht hatten der oder die Täter bewusst in der Nähe der Büsche und Bäume agiert. Nach Angaben von Christof Huhn, kaufmännischer Mitarbeiter bei der Spedition Herrmann, wurden diverse Löcher in insgesamt fünf Tanks gebohrt, vermutlich mit einem Akkuschrauber. Dabei wurde die Hülle des Tanks nicht komplett durchstoßen. Es entstanden jeweils nur kleine Löcher. Offenbar sollte der Diesel nicht schon vor den Fahrten ausfließen. „Da hätte später wer weiß was passieren können“, meint Huhn.

Gegen 6 Uhr starteten die Fahrer dann Richtung Neunkirchen, einer habe sich dann über das leicht schwammige Fahrgefühl gewundert, berichtet Huhn. Am Ziel angekommen, sei die Ursache schnell gefunden worden, sofort sei auch der Kollege informiert worden. Die fünf Löcher pro Tank wurden provisorisch mit Holzkeilen abgedichtet, um auch der Umwelt nicht noch mehr Schaden zuzufügen. Die Diesellachen mussten anschließend großflächig abgestreut werden.

Am Mittwoch Morgen waren Mitarbeiter der Spedition damit beschäftigt, die fünf Tanks auszutauschen – sie besitzen nur noch Schrottwert. Allein dafür muss die Fa. Herrmann einen fünfstelligen Betrag aufbringen, den Ausfall der Zugmaschinen noch gar nicht eingerechnet. Die Spedition hat inzwischen Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei gestellt. Thorsten Stahl

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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