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Maschinensammler sichert sich Industriedenkmal
Sägegatter für Nachwelt gerettet

Sieben Tonnen schwer und ein echtes Kulturgut: Dieses historische Sägegatter soll wieder aufgehübscht werden. Ein endgültiger Standort für die Maschine steht noch nicht fest.
  • Sieben Tonnen schwer und ein echtes Kulturgut: Dieses historische Sägegatter soll wieder aufgehübscht werden. Ein endgültiger Standort für die Maschine steht noch nicht fest.
  • Foto: Kay-Helge Hercher
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

kay Weidenau. Ein großer Lkw mit Kran rollte am Samstagmorgen Meter für Meter rückwärts über den Barbaraweg. Das Ziel war das Gelände der ehemaligen Firma Ski Roth, ein früher weit über die Region hinaus bekanntes Ski-Geschäft, am Ende besagter Straße. Seit vielen Jahren stand auf dem Gelände eine alte Maschine, die man heutzutage guten Gewissens als Industriedenkmal einstufen kann.
Ein Maschinensammler erfuhr vor einiger Zeit von der Existenz dieses Reliktes früherer Zeiten – seine Neugier war geweckt, denn in seiner Freizeit kümmert er sich um die Erhaltung ebensolcher Kulturgüter. Er steht nicht gerne im Vordergrund, daher möchte er anonym bleiben. Ihm geht es nur um die Sache an sich – er möchte Dinge der Nachwelt erhalten, die ansonsten unrettbar verloren wären.

kay Weidenau. Ein großer Lkw mit Kran rollte am Samstagmorgen Meter für Meter rückwärts über den Barbaraweg. Das Ziel war das Gelände der ehemaligen Firma Ski Roth, ein früher weit über die Region hinaus bekanntes Ski-Geschäft, am Ende besagter Straße. Seit vielen Jahren stand auf dem Gelände eine alte Maschine, die man heutzutage guten Gewissens als Industriedenkmal einstufen kann.
Ein Maschinensammler erfuhr vor einiger Zeit von der Existenz dieses Reliktes früherer Zeiten – seine Neugier war geweckt, denn in seiner Freizeit kümmert er sich um die Erhaltung ebensolcher Kulturgüter. Er steht nicht gerne im Vordergrund, daher möchte er anonym bleiben. Ihm geht es nur um die Sache an sich – er möchte Dinge der Nachwelt erhalten, die ansonsten unrettbar verloren wären. Es ging also auf Spurensuche, Kontakt zu dem aktuellen Besitzer Helmut Roth wurde aufgenommen, und man vereinbarte einen Termin.

Begeisterung des Freizeitrestaurators groß

Die Begeisterung des Freizeitrestaurators bei einer ersten Inaugenscheinnahme war groß, denn bei der historischen Maschine handelte es sich um ein sogenanntes Sägegatter. Früher war das Sägegatter die Hauptmaschine in den meisten europäischen Sägewerken. Die durch ein Schwungrad angetriebene Maschine wurde zum Rundholzaufschnitt verwendet. Schnell war klar – dieses industrielle Kulturgut musste erhalten werden. Man wurde sich schnell einig, das Sägegatter durfte abgeholt werden.

Sägegatter um 1910/1920 gebaut

Aber wie gelangte das 7 Tonnen schwere Ungetüm auf den Hinterhof der Firma Roth und was ist die Historie? Helmut Roth konnte die Antwort geben: „Gebaut wurde das Sägegatter um 1910/1920 von der Maschinenfabrik Gebrüder Irle in Weidenau, die vor einigen Jahren Insolvenz anmelden musste. 1967 ersteigerte mein Großvater das Sägegatter bei einer Auktion von Inventar der ehemaligen Grube Neue Haardt. Er war gelernter Stellmacher und hatte gute Verwendung dafür.“
Die Grube Neue Haardt war übrigens ein Eisenerzbergwerk in Weidenau. In früheren Zeiten war es die größte Eisenerzgrube im nördlichen Siegener Stadtgebiet. Am 24. Oktober 1961 wurde die Förderung in der Grube eingestellt und am 31. März 1962 endgültig verschlossen. Jetzt schließt sich der Kreis und nach erfolgreichem Abtransport wird sich der neue Eigner des Sägegatters annehmen. Es soll als Industriedenkmal erhalten werden – ein endgültiger Standort steht noch nicht fest.
Zunächst steht eine Menge Arbeit an, um die in die Jahre gekommene Maschine wieder in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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