Ein Dorf nimmt sich auf die Schippe
Salchendorfer Wurstekommission “verwurstete” das abgelaufene Jahr

Der Umzug hat Tradition. Seit 1920 ziehen die Junggesellen der Burschenschaft am letzten Tag des Jahres mit ihren selbst gezimmerten Motivwagen zu Themen, die das Dorf bewegten, durch die Straßen. Die Mitglieder der Wurstekommission sind dabei stets ordentlich gekleidet  - mit Frack und Zylinder.
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  • Der Umzug hat Tradition. Seit 1920 ziehen die Junggesellen der Burschenschaft am letzten Tag des Jahres mit ihren selbst gezimmerten Motivwagen zu Themen, die das Dorf bewegten, durch die Straßen. Die Mitglieder der Wurstekommission sind dabei stets ordentlich gekleidet - mit Frack und Zylinder.
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  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

ch Netphen-Salchendorf. Bei Sonnenschein und bei bester Stimmung verabschiedete ein ganzes Dorf am Dienstagnachmittag das Jahr 2019: Die Netphen-Salchendorfer Wurstekommission war wieder unterwegs, immerhin acht Motivwagen zogen zum “Bermuda-Dreieck” des Ortes im oberen Johannland. Im Kreuzungsbereich Schulstraße/Albert-Klenner-Straße/Deuzer Weg hatten sich rund 1000 kleine und große Zuschauer versammelt, um sich selbst auf die Schippe zu nehmen und sich vom Vorstand der Kommission, Ulrich Rohde und Alessandro Ramirez, den diesjährigen Silvester-Umzug anmoderieren und die vergangenen Monate humorvoll erklären zu lassen.

Derber Wortwitz

Dabei bot die Rückschau auf das dörfliche Miteinander jede Menge Spaß, mit dem derben Wortwitz wurde das abgelaufene Jahr satirisch verwurstet. Sei es der verballhornte Feuerwehreinsatz wegen eines auf die Straße gestürzten Baumes, das versehentlich als Mahlzeit verzehrte Hundefutter oder die ersten Fahrversuche auf Skiern: Mit Kreativität und ein bisschen handwerklichem Geschick bzw. viel Pappmaché hatten die Kommissionsmitglieder ihr Erinnerungsvermögen in Holz gefasst und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Die Salchendorfer hatten ihre helle Freude daran.

Sünden vergessen lassen

Am Abend versammeln sich die Mitglieder der Wurstekommission und ihre Gäste im Gasthof „Zum Johannland“. Dort wird der große Silvesterball gefeiert. Zuvor werden die Wagen am alten Dreschplatz verbrannt, um alle „Sünden“ des alten Jahres vergessen zu lassen.

Mit Frack und Zylinder

Der Umzug hat Tradition. Seit 1920 ziehen die Junggesellen der Burschenschaft am letzten Tag des Jahres mit ihren selbst gezimmerten Motivwagen zu Themen, die das Dorf bewegten, durch die Straßen. Die Vertreter des Ältestenrates der Kommission, ordentlich gekleidet mit Frack und Zylinder, gehen dabei von Haus zu Haus, um Wurst- und Geldspenden zu erbitten. Dabei verkaufen sie ihr “Salchendorfer Witz- und Intelligenzblatt” mit allerlei Anekdoten zum “Nochmal-Nachlesen”.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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