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Kritik: „Widerstandslos hinter Anordnungen gestellt“
Scheldener zeigen Flagge gegen Baumfällungen am Damm

Etwa 300 Bäume sollen weichen, wenn es nach der Bezirksregierung Arnsberg geht.
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kay Niederschelden. Wenn es nach der Bezirksregierung Arnsberg geht, dann sollen in Kürze etwa 300 zwischen 40 und 50 Jahre alte Bäume im Bereich des Inseldorfwegs der Kettensäge zum Opfer fallen (die SZ berichtete).
Bäume und Bewuchs auf der gut 2 Kilometer langen Deichanlage sollen unverzüglich weichen, da das Wurzelwerk bei einem Hochwasserereignis den Damm aufbrechen könnte – so die Befürchtung der Bezirksregierung. Die Heimatgruppe Niederschelden um Vorsitzenden Friedrich Schmidt sieht das anders. Die Forderung: zunächst eine Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung der Deichanlage abzuwarten, bevor unumkehrbare Fakten geschaffen werden. Um möglichst viele Teile der Bevölkerung mit ins Boot zu holen, fand am Samstag eine Informationsveranstaltung für die Scheldener Bürger statt.

kay Niederschelden. Wenn es nach der Bezirksregierung Arnsberg geht, dann sollen in Kürze etwa 300 zwischen 40 und 50 Jahre alte Bäume im Bereich des Inseldorfwegs der Kettensäge zum Opfer fallen (die SZ berichtete).
Bäume und Bewuchs auf der gut 2 Kilometer langen Deichanlage sollen unverzüglich weichen, da das Wurzelwerk bei einem Hochwasserereignis den Damm aufbrechen könnte – so die Befürchtung der Bezirksregierung. Die Heimatgruppe Niederschelden um Vorsitzenden Friedrich Schmidt sieht das anders. Die Forderung: zunächst eine Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung der Deichanlage abzuwarten, bevor unumkehrbare Fakten geschaffen werden. Um möglichst viele Teile der Bevölkerung mit ins Boot zu holen, fand am Samstag eine Informationsveranstaltung für die Scheldener Bürger statt.

Heimat erhalten

„Der Bereich mit seinem Bewuchs ist ortsbildprägend. Wir können die geplanten Maßnahmen unter diesem Zeitdruck nicht hinnehmen“, erklärte Friedrich Schmidt vor gut 100 interessierten Scheldenern. Die Zustimmung war groß. Die Bevölkerung steht hinter den Forderungen Schmidts. „Wir haben eine wunderschöne Heimat, und die muss erhalten werden“, fügte Eckard Vetter, ebenfalls in der Heimatgruppe aktiv, hinzu. Er kritisierte, dass sich die städtische Verwaltung widerstandslos hinter der Anordnung aus Arnsberg verstecke und die Fällung umsetzen wolle.

Aufschub für Fällung erreicht

Ganz untätig ist die Stadt Siegen allerdings nicht. Bürgermeister Steffen Mues: „Wir stehen in engem Kontakt mit der Bezirksregierung und haben für Teilbereiche bereits einen Aufschub erreicht. Auch in den nächsten Tagen finden weitere Gespräche mit der Bezirksregierung statt.“ Man hoffe, eine kurzfristig umsetzbare Lösung zu finden, um einen großen Teil der Bäume zumindest vorläufig nicht fällen zu müssen, so Mues. Es sei jedoch Fakt, dass nach sämtlichen Regelwerken Bäume auf Dämmen verboten seien, weil diese eine große Gefahr für die Standsicherheit eines Deiches bedeuteten. Die Problematik bestehe darin, dass nicht nur die Machbarkeitsstudie Zeit koste, sondern auch weitere Umsetzungen von eventuell möglichen Alternativen nicht in wenigen Wochen oder Monaten geschehen könnten.

Sorgen um Hochwasserschutz

Aufgrund des Umfangs und der Länge des Deiches sei hier eher mit Jahren zu rechnen, so Steffen Mues. „In dieser Zeit besteht natürlich ein nicht unerhebliches Risiko. Gerade in diesem Jahr sind durch eine Windhose mehrere stattliche Bäume auf dem Deich entwurzelt worden.“
Damals habe die Stadt eine Vielzahl von Anrufen besorgter Bürger erreicht, die sich Sorgen um den Hochwasserschutz gemacht hätten. „Wenn ein solches Ereignis mit einer Hochwassersituation zusammen getroffen wäre, hätten wir ein gefährliches Problem gehabt.“ Für die Scheldener heißt es nun abzuwarten, wie es im Bereich des Inseldorfwegs weitergeht.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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