Schlachthof vor einem Neuanfang

 Der ehemalige Schlachthof Lückel steht seit rund zwei Jahren leer. Nun soll der Handwerksbetrieb wiederbelebt werden, vor wenigen Tagen ist die Schlachtbetrieb Bad Berleburg GmbH an den Start gegangen. Foto: Martin Völkel
  • Der ehemalige Schlachthof Lückel steht seit rund zwei Jahren leer. Nun soll der Handwerksbetrieb wiederbelebt werden, vor wenigen Tagen ist die Schlachtbetrieb Bad Berleburg GmbH an den Start gegangen. Foto: Martin Völkel
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vö - Der Schlachthof an der Bad Berleburger Ederstraße steht nach der Schließung vor zwei Jahren vor einem Neuanfang. Ganz frisch, am 24. August, wurde die Schlachtbetrieb Bad Berleburg GmbH beim Amtsgericht Siegen ins Handelsregister eingetragen. Dahinter stehen die beiden Geschäftsführer Wilhelm Pollmann (Siegen) und Sven Hartmann (Schmallenberg), die die Immobilie des früheren Schlachthofs Lückel langfristig angemietet haben.

„Ja, wir sind an dem Thema dran“, bestätigte der Siegener Unternehmer und Handwerksmeister Wilhelm Pollmann auf SZ-Anfrage. „Sobald uns die behördlichen Genehmigungen vorliegen, wollen wir an die Vermarktung gehen. Das ist ein erster Schritt, weitere Aktivitäten würden wir gerne hinterher schieben.“ Auch werbetechnisch müsse einiges passieren. Erklärte Zielsetzung sei es, noch in diesem Jahr an den Start zu gehen. Man wolle das Fleisch in der Region zur Weiterverarbeitung verkaufen. Pollmann definiert aktuell auf seiner Internetseite das Siegerland, Sauerland, den Westerwald und das Bergische Land als sein Geschäftsgebiet. In Kürze soll dann Wittgenstein hinzu kommen.

Allerdings machte Pollmann deutlich, dass das Projekt in der Odebornstadt kein Selbstläufer werde: „Eine ganze Region stand ja auf einmal ohne Schlachthof da. Wir wissen natürlich, dass noch einiges getan werden muss.“ Die Immobilie habe schließlich zwei Jahre lang leer gestanden und sei nicht genutzt worden. Der Unternehmer, der in Siegen einen Fleischzerlegebetrieb und einen Abholmarkt betreibt, machte deutlich, dass ein Schlachtbetrieb vor Ort zuletzt spürbar gefehlt habe. Die Transportwege seien immer weiter, das Geschäft zunehmend schwieriger geworden, so Pollmann. Er selbst habe zeitweise in Gelsenkirchen oder auch in Gießen schlachten lassen.

Mit der Reaktivierung des Schlachthofes sollen in Bad Berleburg wieder neue Arbeitsplätze entstehen. In welcher Größenordnung das der Fall sein wird, ließ Wilhelm Pollmann noch offen. Die Planungen seien längst nicht abgeschlossen. Und die laufen auf mehreren Ebenen. Denn während der Siegener in der konventionellen Landwirtschaft zu Hause ist, betreibt sein Geschäftspartner Sven Hartmann im Raum Schmallenberg einen Bio-Hof. Sehr erfolgreich produziert und vermarktet der Sauerländer Bio-Fleisch.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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