Schlechte Nachrichten

 Blick in die MLP-Rohrfertigung, die derzeit nicht ausgelastet ist. Archivfoto: sos

ch - Obwohl die Zahlen jüngst besser geworden sind, verkündete die Salzgitter AG, immerhin Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller, am Dienstag schlechte Nachrichten. An vier Standorten will der Konzern insgesamt mehrere Hundert Jobs streichen. Betroffen sind neben den Werken Ilsenburg und Mühlheim/Ruhr auch Hamm und Kaan-Marienborn. Das bestätigte Konzernsprecher Bernhard Kleinermann der Siegener Zeitung.

Die Größenordnung des Arbeitsplatzabbaus wollte Kleinermann nicht konkretisieren. Er zitierte Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann, der am Mittwochmorgen in einem Zeitungsinterview erklärt hatte, dass das Volumen „deutlich geringer“ ausfallen werde als beim Programm „Salzgitter AG 2015“, mit dem mehr als 1500 Stellen gestrichen wurden.

In den Werken Ilsenburg und Mühlheim/Ruhr werden vor allem sogenannte Grobbleche produziert. In Hamm und Kaan-Marienborn werden unter dem Dach der Salzgitter-Tochter „Mannesmann Line Pipe“ (MLP) mittelgroße, längsnahtgeschweißte Rohre gefertigt. Die Nachfrage nach diesen Produkten sei derzeit schwach, so Unternehmenssprecher Kleinermann. Der Grund seien unter anderem Billigimporte aus China und – im Fall der Rohre – viele starke Wettbewerber auf der ganzen Welt. Kleinermann: „Die Gas- und Ölindustrie hält sich derzeit mit Investitionen zurück, unsere Werke sind nicht ausgelastet. Wir müssen die Kapazitäten und Kosten anpassen“. MLP beschäftigt an den beiden Standorten in dem Siegener Stadtteil und in Hamm in der Summe 480 Mitarbeiter.

„Wir wollen die Werke nicht schließen, sondern erhalten. Aber das geht bedauerlicherweise nicht ohne einschneidende Maßnahmen“, hatte AG-Vorstand Fuhrmann gestern erklärt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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